Unschuldiges Empfängnis der Jungfrau Maria in der muslimischen Kultur: theologischer Dogmat, kultureller Symbol und Interpretationsgrenzen
In der muslimischen Kultur und Theologie nimmt die Geschichte der Geburt der Jungfrau Maria (Marjam) und das darauf folgende Wunderbare Geburt ihres Sohnes, des Propheten Isa (Jesus), eine zentrale Stellung ein, jedoch unterscheidet sich ihre Interpretation grundlegend von der christlichen Tradition. Das Konzept des "unschuldigen Empfängnisses", in seinem klassischen christlichen Verständnis (Dogma vom Empfängnis der Jungfrau Maria ohne ersten Verlust), fehlt im Islam. Stattdessen bietet der Islam seine eigene, tief entwickelte Konzeption des unschuldigen Geburts Isa (Jesus) von der Jungfrau-Mutter, die eines der wichtigsten Zeichen (Ayat) der Allmacht Allahs ist.
1. Theologischer Narrativ im Koran: Wunder als Beweis der göttlichen Einheit
Die Hauptdarstellung des Erzählens enthält sich in den Suren «Haus des Imran» (3) und, was besonders wichtig ist, in der Sure «Maria» (19), die nach ihr benannt ist. Diese koranische Erzählung dient nicht so sehr als Erzählung von der Mutter des Messias, als vielmehr als Beweis der absoluten Macht Gottes über die Gesetze der Natur.
Die Wahl Mariams: Sie wird von Allah noch vor ihrer Geburt gewählt. Ihre Mutter, die Frau Iman (verwandt mit dem biblischen Joachim), widmet das ungeborene Kind dem Dienst Gottes (Koran, 3:35-36). Marjam wird unter der Obhut des Propheten Zacharias (Zacharias) in einem Gebetshaus (mihrab) erzogen.
Die Verkündigung: An Marjam erscheint nicht ein Engel in menschlicher Gestalt, wie im Evangelium, sondern ein «Geist von unserem Befehl» (ruhun min-amrina), der die Gestalt eines «unverdorbenen Menschen (Koran, 19:17) annimmt. Er teilt ihr mit, dass ihr ein Sohn gegeben wird. Ihr Frage «Wie kann ein Junge bei mir sein, wenn mich kein Mann berührt hat?» erhält die Antwort: «So sagte dein Herr: «Das ist für Mich leicht. Und Wir werden ihn zu einem Zeichen für die Menschen ...
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