Gibt es böse Hunde? Entlarven wir Mythen und lernen, aggressives Verhalten zu erziehen In jedem Hof, jedem Park, auf jeder Nachrichtenseite stoßen wir regelmäßig auf Geschichten von einem « bösen » Hund. Manche fürchten sich vor Schäferhunden, andere meiden Staffordshire Terrier, und wieder andere sind überzeugt, dass alle kleinen Hunde böse Schreihälse sind. Aber ist das wirklich so? Gibt es böse Hunde von Natur aus, oder ist das das Ergebnis der Erziehung, Verletzungen und falschen Behandlung? Die Antwort ist wie immer komplex und vielschichtig. Lassen Sie uns untersuchen, was hinter dem aggressiven Verhalten von Hunden steckt, wie man es erkennen und vor allem, wie man einen Haustier einen sicheren und glücklichen Familienmitglied machen kann. Ursprung der Aggression: Was ist «Bösartigkeit» wirklich Beginnen wir mit dem Wichtigsten: In der Biologie gibt es das Konzept der «Bösartigkeit» nicht als moralische Kategorie. Aggression ist ein Verhalten, das darauf abzielt, eine Bedrohung zu beseitigen oder ein Ziel zu erreichen. Bei Hunden, wie auch bei Wölfen, ist Aggression ein evolutionäres Überlebensinstrument. Ein Welpe brüllt auf den, der ihm das Futter nimmt; ein Hund bellt auf den Unbekannten, der sich seinem Haus nähert; eine Mutter verteidigt ihre Welpen — das alles sind natürliche Reaktionen. Sie sind nicht « böse » im menschlichen Sinne, sondern instinktiv. Allerdings kann aggressives Verhalten ein Problem werden, wenn es nicht angemessen ist, übertrieben oder gegen Menschen und Tiere ohne erkennbaren Grund gerichtet ist. In diesem Fall sprechen wir nicht von «Bösartigkeit», sondern von einem verhaltenstherapeutischen Störung. Und es gibt immer Gründe dafür. Ursachen der Aggression: Warum wird ein Hund gefährlich Die Hauptursachen für aggressives Verhalten bei Hunden können in mehrere Gruppen unterteilt werden. Zunächst einmal ist das genetische Risiko. Einige Rassen wurden gezüchtet, um zu schützen, zu verteidigen oder zu kämpfen. Sie haben einen n ...
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