Der Zustand der Anämie bei Astronauten für lange interplanetare Flüge: Science-Fiction oder Medizin der Zukunft?
Die Idee, Astronauten in einen künstlichen Anämie-Zustand (oder Stase) zu versetzen, um monatelange oder jahrelange interplanetare Flüge zu ermöglichen, hat lange von den Seiten der Science-Fiction in ernsthafte Forschungsprogramme der NASA, der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und privater Unternehmen (z.B. SpaceX) übernommen. Diese Idee wird nicht als Handlungselement, sondern als potenziell entscheidende Technologie für bemannte Missionen zum Mars und anderen Planeten betrachtet, die die entscheidenden physiologischen, psychologischen und logistischen Hürden überwinden.
1. Technologische und medizinische Herausforderungen langer Flüge.
Ein Flug zum Mars im Rahmen des klassischen Szenarios mit aktuellem Besatzungspersonal dauert 6-9 Monate hin und her. Dies schafft komplexe Probleme:
Verbrauch von Ressourcen: Das Besatzungspersonal verbraucht Sauerstoff, Wasser, Nahrung, erzeugt Abfälle. Für eine lange Mission erfordert dies eine enorme Masse an Nutzlast, was sie wirtschaftlich und technisch unerschwinglich macht.
Degeneration des Körpers im All: Trotz des Systems körperlicher Übungen entwickeln Astronauten Muskelschwund, Demineralisierung der Knochen (bis zu 1-2% im Monat), kardiovaskuläre Veränderungen, Sehstörungen.
Psychologischer Stress: Das lange Aufenthalt in einem geschlossenen Raum, Monotonie, Entfernung von der Erde, soziale Isolation und potenzielle interpersonelle Konflikte stellen ein erhebliches Risiko für die psychische Gesundheit dar.
Strahlung: Im tiefen Kosmos, außerhalb des Schutzes der Erdmagnetosphäre, wird die Besatzung den galaktischen kosmischen Strahlen und den solaren protonischen Ereignissen ausgesetzt, was das Risiko von Krebserkrankungen und Schäden am Zentralnervensystem erhöht.
Der Zustand der kontrollierten Stase könnte theoretisch all diese Probleme mildern.
2. Prototypen in der Natur: Winterschlaf und Torpor.
Die ...
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