BAUHAUS als internationale Kooperation: Laboratorium des Modernismus
Einführung: Utopie des internationalen Schaffens
Die Bauhaus-Schule (1919–1933) wurde nicht nur ein revolutionäres Phänomen im Design und der Architektur, sondern auch eine einzigartige sozial-kulturelle Laboratorium, wo erstmals in der Geschichte der Kunst gezielt eine Umgebung für eine fruchtbare Zusammenarbeit von Vertretern verschiedener Länder und Kulturen geschaffen wurde. Entstanden in der nachkriegszeitlichen, verwüsteten und nationalsozialistisch eingestellten Deutschland, wurde das Bauhaus trotz des Kontexts zu einem Insel des Kosmopolitismus, der bewies, dass die Synthese verschiedener kultureller Traditionen Innovationen hervorbringt, die das Gesicht der Epoche prägen.
Internationaler Bestand der Meister und Studenten
Der Gründer der Schule, Walter Gropius, formulierte den Grundsatz: «Der Künstler ist ein erweiterter Handwerker». Um diese Idee zu verwirklichen, lud er Pädagogen ein, die verschiedene künstlerische Schulen und nationale Traditionen repräsentierten.
Schweiz: Johannes Itten, der ein einzigartiges propädeutisches Kurs entwickelt hat, der die Studenten in die Grundlagen der Form, Farbe und Material lehrte. Seine Methoden waren tief individuell und teilweise mit seiner Begeisterung für Mazdaznan (östliche geistige Praktiken) verbunden.
Russland: Wassily Kandinsky, whose theoretische Arbeiten («Punkt und Linie auf der Fläche») und abstrakte Malerei dem Bauhaus einen tiefen Psychologismus und einen wissenschaftlichen Ansatz zur Untersuchung von Form und Farbe brachten. Sein Landsmann Lazar (El) Lissitzky, obwohl er nicht ständig unterrichtete, beeinflusste die Schule aktiv durch Kontakte mit dem Konstruktivismus.
Ungarn: László Moholy-Nagy, ein Avantgardist, der die Ideen des produktiven Kunst und den Glauben an die transformierende Kraft der Technologien brachte. Sein Kurs über Materialien und Volumen war das technologische Herz der Schule.
Niederlande: Theo van Doesburg, der F ...
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