Bekannteste Züchter: Von Blutimpresarios bis zu Rassenarchitekten
Die Geschichte der Züchtung ist die Geschichte außergewöhnlicher Persönlichkeiten, deren Weitsicht, Leidenschaft und oft phänomenale Intuition nicht nur einzelne Rassen, sondern auch ganze Richtungen der Pferdezucht geformt haben. Ihr Ruhm beruht nicht auf der Anzahl der Pferde, sondern auf der Qualität des genetischen Erbes, das sie hinterlassen haben, indem sie Linien und Typen geschaffen haben, die das Gesicht des modernen Sports und der Rennpferdezucht bestimmen. Das sind die „Architekten“ des Pferdes, wie wir es kennen.
1. Robert Darley (England, 18. Jahrhundert) und die „drei Säulen“ der Vollblutrasse.
Obwohl er formell nicht im klassischen Sinne ein Züchter war, ist sein Name unzertrennlich mit dem Fundament der gesamten Vollblutpferderasse verbunden. Drei Stutenpferde, die Anfang des 18. Jahrhunderts nach England importiert wurden, wurden von seinem Neffen gekauft oder gemietet:
Goddolphin Arabian (Goddolphin Barb)
Bayerly Turk
Darley Arabian (direkt Robert Darley)
Insbesondere der Darley Arabian hatte den größten Einfluss. Sein Enkel war der legendäre Eclipse (1764), ein unbesiegter Rennpferd, whose genes today are present in 95% of all modern Vollblutpferde. Durch die Figur Darley und seine präzisen Entscheidungen sehen wir die Wurzeln der gesamten Industrie des Pferderennsports.
2. Karl Russell (England, 19. Jahrhundert) und die „Teddere“-Linie der Shires.
Während viele die Vollblutrasse schufen, wurde die größte Pferderasse der Welt, die Shire, faktisch von einer einzigen Person geschaffen. Karl Russell, Duke of Portland, war besessen von der Zucht riesiger, aber harmonischer schwerer Zugpferde. Seine Strategie war genial einfach:
Er kaufte die größten und richtigen Stuten aus ganz England.
Er kaufte und machte den legendären Stuten Lincoln 1341 (später bekannt als „Portland Lincoln“) zum Hauptproduzenten.
Er praktizierte harte Inzucht (verwandtschaftliches Paaren) zur Festigung erwünschte ...
Читать далее