Es gibt eine Beruf, der auf drei Säulen steht: Liebe zum Buch, Geduld und Stille. Der Bibliothekar. Ein Mensch, der weiß, wo «Der Krieg und die Frieden» steht und wer die witzigsten Detektivgeschichten schreibt. Es scheint, dass Bibliotheken mit den Buchdrucken sterben. Aber nicht. Am 27. Mai wird in Russland der Tag des Bibliothekars gefeiert. Und das ist kein Tribut an die Vergangenheit, sondern eine Anerkennung: ohne sie wäre unser Wissen in Chaos verwandelt. Wann und warum am 27. Mai Der Tag des Bibliothekars in Russland ist ein nicht offizieller Feiertag. Er wurde 1995 auf Initiative des Präsidenten Boris Jelzin eingeführt. Das Datum ist auf die Gründung der ersten staatlichen Bibliothek Russlands — der Kaiserlichen Öffentlichen (heute die Russische Nationalbibliothek in Sankt Petersburg) festgelegt. Sie wurde am 27. Mai 1795 eröffnet. Im Jahr 2026 fällt der Feiertag auf einen Mittwoch. An diesem Tag werden Bibliothekare von Kollegen, Lesern, Schriftstellern geehrt. Es werden Auszeichnungen, Preise verliehen, Blumen und natürlich Bücher geschenkt. Es gibt auch einen professionellen Feiertag für Schulbibliothekare (24. Oktober) und einen internationalen (Tag der Bibliotheken — 24. Oktober). Aber am 27. Mai ist der wichtigste Bibliothekstage in Russland. Wer ist der Bibliothekar heute Stereotyp: eine alte Frau mit Brille, die den Besuchern zischt. Realität: Der Bibliothekar ist ein Wissensmanager. Er kann mit Datenbanken arbeiten, Vorträge, Quests, Interessenclubs organisieren. Er kennt moderne Literatur, Computerprogramme. Oft hat er zwei Bildungsabschlüsse — Bibliothekswissenschaft und Pädagogik oder IT. In ländlichen Bibliotheken ist der Bibliothekar auch Psychologe, Kulturorganisator und Freiwilliger. Er hilft Pensionären, Formulare auszufüllen, führt Unterricht für Kinder durch, organisiert Dichterabende. Und in großen wissenschaftlichen Bibliotheken sind das Bibliographenwissenschaftler, die mehrere Sprachen beherrschen. Leider ist das Gehalt nie ...
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