Entdeckung der Insel Martinique 15. Juni 1502. Karibisches Meer. Ein kleiner Flaggschiff der Christofor Kolumbus nähert sich einem unbekannten Ufer, bedeckt von üppiger Vegetation. Das war Martinique — eine Insel, die französisch werden sollte, die Heimat der Kaiserin Joséphine, Zentrum des Romans und Anziehungspunkt für Touristen. Aber an diesem Tag öffnete Kolumbus nur eine weitere Seite auf der Karte. Wie war das? Wer lebte dort? Warum wurde der Insel so genannt? Lassen Sie uns in das 16. Jahrhundert reisen. Kolumbus und seine vierte Reise Christofor Kolumbus unternahm vier Reisen an die Küsten Amerikas. Die vierte (1502-1504) war die unglücklichste: die Schiffe rotteten, die Besatzung rebellierte, Entdeckungen waren rar. Am 15. Juni 1502, auf dem Weg nach Hispaniola (heute Haiti), entdeckte er einen hohen, bewaldeten Insel. Kolumbus nannte ihn «Martinique». Nach einer Version zu Ehren des heiligen Martin (San Martin), nach einer anderen — zu Ehren der Insel Saint Martin, die er bereits besucht hatte. Die dort lebenden Indios-Arawak nannten die Insel «Madinina» (Insel der Blumen) oder «Matanino» (Insel der Frauen). Kolumbus landete nicht, weil er die feindlichen Ureinwohner fürchtete, und setzte seine Reise fort. Wer lebte auf Martinique vor den Europäern Die ersten Bewohner Martiniques waren die indigenen Siboney (etwa 4000 Jahre vor Christus), dann die Arawak (kamen aus Südamerika etwa 300 n.Chr.), und im 13. Jahrhundert die Kariben. Die Kariben waren ein kriegerisches Volk, sie vertrieben die Arawak und gaben dem Karibischen Meer ihren Namen. Bei der Ankunft der Europäer dominierten die Kariben auf Martinique. Sie lebten in langen Häusern, bauten Maniok, Tabak, Baumwolle an, machten Brot aus Holz. Die Kariben waren Kannibalen (obwohl der Grad des Kannibalismus von den Europäern übertrieben wurde). Kolumbus und seine Mannschaft fürchteten die Kariben, daher landeten sie nicht. Warum die Entdeckung nicht zu einer sofortigen Kolonialisierung führte Na ...
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