Puzzles: Geschichte und Gegenwart - von alten Rätseln bis zum digitalen Herausforderung Ein Puzzlespiel ist nicht nur ein Spielzeug oder ein Weg, die Zeit zu vertreiben. Es ist eine Herausforderung, die ein Mensch sich selbst ausspricht. Den Verstand arbeiten zu lassen, eine Lösung zu sehen, wo keine zu sehen scheint, das Unzusammenhängende zu verbinden - darin liegt die besondere Magie. Vom Felsmalereirätsel bis zu den virtuellen Labyrinthen haben Puzzles einen langen Weg zurückgelegt, aber ihre Essenz ist geblieben: sie zwingen uns zu denken. Antike Wurzeln: Der Kopf war in Mesopotamien schon geplatzt Die Geschichte der Puzzles beginnt viel earlier als der Aufkommen der ersten Bücher und erst recht der Computer. Bereits in der alten Mesopotamien, fast vor fünftausend Jahren, lösten die Menschen ziemlich komplexe algebraische Aufgaben zur Bestimmung einer unbekannten Größe. In Ägypten im 17. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung erschien einer der ersten erhaltenen Sammlungen von unterhaltsamen Aufgaben. Die berühmteste davon ist das «Katzendilemma», das dann über Jahrtausende von einem Sammelband in den anderen kochte. Diese ersten Puzzles waren weit entfernt von Unterhaltung. Sie dienten als Lehrwerkzeug, um Logik und Geschicklichkeit zu entwickeln. Die alten Ägypter verstanden, wie wichtig der Spaßfaktor im Bildungswesen ist. Aufgaben wurden auf den Wänden der Pyramiden, auf Papyrus, und dann von Generation zu Generation weitergegeben. Logische Aufgaben können in den antiken griechischen Manuskripten, in indischen und chinesischen Traktaten gefunden werden. Zum Beispiel wird im China eines der ältesten Puzzles der Tangram - ein Quadrat, das in sieben geometrische Figuren geschnitten wurde, aus denen man Silhouetten bilden muss, gezählt. Diese Spiel wurde, wie Lewis Carroll schrieb, von Napoleon selbst gespielt, als er in der Gefangenschaft auf der Insel Santa Elena in der Verbannung war. Aufstieg im Mittelalter und der Renaissance Die Blütezeit der Puzzles in ...
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