Narcissismus in der Persönlichkeit und das Verhalten des Mannes: von der adaptiven Eigenschaft bis zur Persönlichkeitsstörung
Einleitung: das Phänomen des grandiosen «Ich» in der männlichen Sozialisierung
Narzissismus als psychologischer Konstrukt existiert auf einem Kontinuum von gesunder Selbstbewusstsein bis zu einem pathologischen Persönlichkeitsstörung. Im Kontext der männlichen Sozialisierung, wo traditionell Dominanz, Konkurrenz und die Darstellung von Erfolg gefördert werden, können narzisstische Züge nicht nur nicht verurteilt werden, sondern falsch für die Stärke der Führungsqualitäten angenommen werden. Ancak hinter der Fassade der Grandiosität verbirgt sich eine fragile Selbstwertgefühl, das von externem Billigung abhängig ist, was zu destruktiven Mustern in Beziehungen und beruflicher Tätigkeit führt. Eine wissenschaftliche Analyse dieses Phänomens erfordert eine Unterscheidung zwischen der Eigenschaft der Persönlichkeit (subklinischer Narzissismus) und der narzisstischen Persönlichkeitsstörung (NRL), die bereits ein psychiatrischer Diagnose (Klasse B nach DSM-5) ist.
Struktur und Manifestationen: grandios und verletzlicher Narzissismus
Die moderne Psychologie unterscheidet zwei miteinander verwandte Formen, die oft bei einem Menschen gleichzeitig existieren:
Grandioser (offensichtlicher) Narzissismus: Charakterisiert durch demonstratives Überlegenheitsgefühl, Bedarf an Bewunderung, Gefühl des Rechtes, Exploitative in Beziehungen, Fehlen von Empathie. Das ist die öffentliche Maske. Ein Mann mit solchen Zügen kann ein charismatischer Führer sein, aber in persönlichen Beziehungen emotionale Gewalt, Verachtung des Partners, Eifersucht und Wut im Antwort auf Kritik (narzisstische Trauma) zu zeigen.
Verletzlicher (versteckter) Narzissismus: Manifestiert sich als ständige Bedarf an Bestätigung der Selbstwertgefühl, chronische Neid, Hyperempfindlichkeit gegenüber Bewertungen anderer, Perfektionismus, verstecktes Gefühl der Minderwertigkeit. Ein solcher Mann ka ...
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