Neue Sorten von Sirenen des Züchters Kolesnikow und seiner Nachfolger: die russische Schule der Züchtung
Die Sirene ist nicht nur ein dekorativer Strauch. Im 20. Jahrhundert wurde sie zum Objekt einer umfassenden wissenschaftlichen und künstlerischen Züchtung, deren Höhepunkt das Schaffen von Leonid Alexejewitsch Kolesnikow (1893-1968) darstellte. Seine Sorten sowie die Arbeit seiner Nachfolger schufen eine einzigartige «russische Schule» der Sirene, die sich nicht nur durch Ästhetik, sondern auch durch ein Komplex agrobiologischer Merkmale auszeichnet, die an komplexen Klimabedingungen angepasst sind.
Leonid Kolesnikow: ein Autodidakt, der eine Weltneuheit geschaffen hat
Ein Ingenieur im Beruf und ein Züchter im Berufung, Kolesnikow hatte keine spezielle biologische Bildung. Sein Ansatz basierte auf intuitivem Auswählen und massiven Kreuzungen (er züchtete über 300 hybride Keimlinge im Jahr auf seinem podmoskowskij Garten). Sein Ziel war die Schaffung einer Sirene mit einer idealen Blütenform, einem klaren und widerstandsfähigen Farbton, einem feinen Aroma und einer hohen Wintertauglichkeit.
Wissenschaftlich-züchterische Prinzipien Kolesnikows:
Der Schwerpunkt auf der Mährligkeit und der Form («Sirene-Rose»). Er strebte gezielt nach dichten, pyramidenförmigen Blütenständen, bei denen jeder Blüte ein Miniaturrosenblatt mit mehreren Blütenblättern ähnelt. Dies erforderte die Festigung komplexer polygener Merkmale.
Erweiterung des Farbspektrums. Bis zu Kolesnikow dominierten lila, weiße und bläuliche Töne. Er führte in das Farbspektrum der Sirene klare rosa, lila, violette und einzigartige bunte Übergänge ein.
Anpassung an das gemäßigte kontinentale Klima. Alle seine Sorten haben sich unter den Bedingungen der moskauer Winter mit Aufheizungen und Rückfrieren natürlich ausgewählt, was sie genetisch widerstandsfähig machte.
Zeitlose Sorten Kolesnikows:
«Krasawiza Moskwy» (1947) — ein Weltkunstwerk. Die Knospen sind zartrosa, die offenen Blüten sind reinweiß, mächtig, mi ...
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