Die Idee, Dinosaurier wiederzubeleben, ist eines der faszinierendsten und umstrittensten Bereiche der modernen Biotechnologie. Sie verbindet die Träume der Paläontologen, die Möglichkeiten der Gentechnik und philosophische Fragen über die Grenzen des menschlichen Eingriffs in die Natur. Wenn dies einst als Science-Fiction galt, hat sich die Wissenschaft heute der Stelle genähert, wo die Konzeption des «Wiederbelebens» alter Arten nicht mehr als Metapher gilt.
Ein Traum, der im Bernstein entstanden ist
Die ersten Überlegungen zur Möglichkeit, Dinosaurier wiederzubeleben, tauchten in der Mitte des 20. Jahrhunderts auf, als Paläontologen fossile Überreste mit teilweise erhaltenen organischen Fragmenten fanden. Besonders stark impulsierten dieser Idee die populäre Kultur, die wissenschaftliche Hypothesen in den Mythos des Klonierens nach DНК verwandelte, die aus in Bernstein gefrorenen Mücken extrahiert wurde.
Wissenschaftlich gesehen erwies sich die Aufgabe als viel komplexer. DНК ist eine äußerst fragile Molekül, das durch Strahlung, Temperatur und chemische Prozesse zerstört wird. Studien haben gezeigt, dass die Struktur des genetischen Codes selbst unter idealen Bedingungen nicht länger als einige Millionen Jahre erhalten bleibt. Da Dinosaurier vor etwa 66 Millionen Jahren ausgestorben sind, bleibt die Hoffnung, eine vollständige Sequenz ihrer DНК extrahieren zu können, minimal.
Fragmente eines alten Codes
Trotzdem fanden Wissenschaftler in einzelnen Knochen- und Zähnresten von mesozoischen Tieren Spuren von Proteinen und geringe Reste von Nukleotiden. Moderne Sequenzierungsmethoden ermöglichen die Wiederherstellung mikroskopischer Fragmente genetischen Materials, obwohl sie von einer vollständigen Chromosomen weit entfernt sind.
Ein interessantes Forschungsgebiet wurde die Untersuchung des genetischen Erbes der Dinosaurier, das in ihren Nachkommen — Vögeln — erhalten geblieben ist. Der Genom der Kuh, des Straußen und des Kasuars enthält Abschnitte von DНК, die mit ...
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