Stille Woche nach Pfingsten. Grün, Birken, Kränze, Tänze. Das sind die Grünen Heiligen Drei Könige — ein alter slawischer Fest, den das Christentum mit der Pfingstwoche verschmolz. Haupttag ist der Siebentag (Donnerstag in der siebten Woche nach Ostern). Im Jahr 2026 fällt der Siebentag auf den 28. Mai. An diesem Tag wird die Birke geehrt, die Toten der «verbrannten» (diejenigen, die nicht durch natürliche Mittel gestorben sind), werden erinnert, geraten auf die Zukunft. Heidnische und orthodoxe Traditionen sind so eng verflochten, dass man sie nicht mehr auseinanderhalten kann. Aber die Atmosphäre ist rein, grün, frühlingshaft. Was sind die Grünen Heiligen Drei Könige Die Grünen Heiligen Drei Könige (auch: Russalkenwoche, Klettenwoche) sind der Übergang vom Frühling zum Sommer. Im volkstümlichen Kalender folgen sie der Pfingsten (im Jahr 2026 ist Pfingsten am 24. Mai, und die Grünen Heiligen Drei Könige vom 25. bis 31. Mai). Haupttage: der Siebentag (Donnerstag, 28. Mai), die Pfingstsonntag (gedenknach, 30. Mai) und der Geistertag (Montag, 1. Juni). In diesen Tagen werden nach Überlieferung die Russalken, Mavki, Berégini aktiv. Die Seelen der verstorbenen Ahnen kommen in die Welt der Lebenden. Daher wurden gedacht, besänftigt, die Häuser mit Grün geschmückt. In der christlichen Tradition ist die ganze Woche nach Pfingsten eine Fastenzeit, es gibt kein Fasten, man kann feiern, aber man sollte nicht sündigen. Der Siebentag ist der magischste Tag. In ihm haben sich Bräuche der Fruchtbarkeit, Mädchen-Gedanken und Beerdigungen der «falschen» Toten (derjenigen, die nicht durch natürliche Mittel gestorben sind) vermengt. Birke — das Hauptbaum des Siebentags Am Siebentag gingen die Mädchen in den Wald, wählten eine junge Birke aus, wickelten Kränze daran (rollten die Äste in ein Ring, ohne sie zu brechen). Dann tanzten sie um sie herum, sangen Lieder, küssten sich durch die Äste (Ritus des «Kumelens»). Einige Tage später, am Pfingsten, kamen sie, um die Kränze zu «entw ...
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