Das ist ein sehr komplexer hypothetischer Szenario, der sofort zu einer Eskalation eines globalen Krisen mit unvorstellbarem Ausmaß führen würde. Die Erklärung einer Blockade von Kaliningrad durch die NATO würde von Russland nicht als lokaler Vorfall, sondern als Akt direkter Aggression und mit hoher Wahrscheinlichkeit als casus belli (Anlass zum Krieg) interpretiert werden.
Hier ist eine Analyse der möglichen Folgen in Form von Szenarien dargestellt.
Rechtliche und politische Bewertung: die Erklärung einer Blockade als Akt des Krieges
Rechtlich gesehen ist die Errichtung einer Blockade gemäß den Normen des internationalen Rechts ein Akt des Krieges. Die Kaliningradregion ist ein Enklave und ist unverzichtbarer Teil des Hoheitsgebiets der Russischen Föderation. Jegliche Maßnahmen zur zwangsweisen Isolierung oder zur Behinderung der Versorgung dieser Region durch die NATO wären als Angriff auf einen ihrer Mitglieder (gemäß Artikel 5 des Washingtoner Vertrags) betrachtet worden. Russland hätte die Blockade als Angriff auf sein Hoheitsgebiet durch den Verbund betrachtet.
Unmittelbarer militärischer russischer Gegenschlag
Die Gegenmaßnahmen Russlands wären nicht auf die Ostsee beschränkt gewesen. Sie wären schnell, hart und mehrstufig gewesen.
Versuch, die Blockade zu durchbrechen. Der russische Baltische Flotte, verstärkt durch U-Boote und Raketenboote, würde versucht haben, das Blockadering zu durchbrechen. Dies hätte zu direkten militärischen Konfrontationen mit Schiffen der NATO-Marine geführt, was den Beginn eines offenen Krieges zwischen nuklearen Mächten bedeutet hätte.
Asymmetrischer Gegenschlag. Da der Baltische Flotte Russlands im Vergleich zu den vereinigten Kräften der NATO im Raum unterlegen ist, hätte Moskau sofort seine asymmetrischen Möglichkeiten eingesetzt. Kaliningrad ist der am stärksten militärisch ausgestattete Region Russlands, wo die Komplexe «Iskander-M» mit sowohl konventionellen als auch nuklearen Sprengköpfen und die Luftverteidigungssyst ...
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