Medaillen entstehen nicht im Vakuum. Gold der Olympischen Spiele, Sieg in der Champions League oder Titel des Weltmeisters im Schach — das ist nicht nur Schweiß und Talent des Sportlers. Das ist auch Geld. Die Wirtschaft des Landes, Investitionen in die Infrastruktur, Gehälter der Trainer, Wissenschaft. Wir erklären, warum reiche Länder öfter gewinnen und was arme Länder tun können. Geld entscheidet alles (fast alles)Spitze Sport ist ein teures Vergnügen. Ein Stadion bauen, Ausrüstung kaufen, die Arbeit von Ärzten, Analytikern, Ausrüstung bezahlen — Millionen. China, die USA, Großbritannien geben Milliarden für Sport aus. Ergebnis: die ersten Plätze im Medaillenspiegel. Arme Länder (z.B. die meisten afrikanischen) können sich nur Leichtathletik und Fußball leisten, wo keine teure Infrastruktur erforderlich ist. Investitionen in den KinderSportJe reicher ein Land ist, desto mehr kostenlose Trainingsgruppen, Sportclubs mit Schwimmbädern und Eissportanlagen hat es. In Norwegen kann fast jedes Kind kostenlos Ski fahren. In Russland gibt es einen großen Unterschied zwischen Moskau und dem Dorf. Einsparungen beim KinderSport heute — das Fehlen von Sternen morgen. Gehälter der Trainer und WissenschaftEin guter Trainer kostet viel. In einem armen Land geht er ins Ausland. In einem reichen — stehen ihm biomechanische Labore, Psychologen, Ernährungsberater zur Verfügung. Deutsche Fußballclubs geben Millionen Euro für Datenanalyse (Big Data) aus. Klubs aus Moldawien können sich das nicht leisten. Das Ergebnis auf dem Feld ist direkte Folge von Finanzen. Sponsoring und TalentschleusenWenn in einem Land die Wirtschaft schlecht ist, flüchtet ein talentierter Sportler dorthin, wo man zahlt. Hunderte afrikanische Läufer treten für Katar und Bahrein an. Brasilianische Fußballspieler ziehen in Europa im Alter von 16 Jahren aus. Das Land verliert potenzielle Medaillen. Ausnahmen von den RegelnKuba (Boxen, Leichtathletik), Kenia (Laufen), Jamaika (Sprint) beweisen: mit gezielten Invest ...
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