Auszeichnung für Pferde, die in Pferderennen gewonnen haben: Physiologie der Belohnung und Ethik
Die Auszeichnung von Siegerpferden im Dressurreiten und anderen Pferdesportarten ist eine komplexe Praxis, die an der Schnittstelle von Physiologie, Verhaltenswissenschaft und Ethik liegt. Im Gegensatz zum Menschen nimmt das Pferd keine Medaille oder einen Pokal als abstrakten Symbol des Erfolgs wahr. Seine «Belohnung» ist ein Komplex aus physiologischen und verhaltensbezogenen Reaktionen, die durch geschicktes menschliches Handeln ausgelöst werden. Eine richtige Belohnungssysteme ist entscheidend für das Wohlbefinden des Tieres, seine Motivation und die zukünftigen sportlichen Ergebnisse.
Neurophysiologie der Pferdebelohnung: Was ist wirklich wertvoll
Der Pferdemensch hat wie jeder Säugetier ein Belohnungssystem, das auf der Freisetzung des Neurotransmitters Dopamin basiert. Die Schlüsselreize, die positives Verstärkung erzeugen, sind rein praktischer Natur:
Unmittelbare Entspannung und Stressabbau. Der stärkste positive Stimulus für ein sportliches Pferd im Moment des erfolgreichen Rundes ist die sofortige Entspannung durch den Reiter: das Loslassen der Peitsche, das Lob mit der Stimme, das Streicheln am Hals. Nach intensiver körperlicher und psychischer Belastung (das Überwinden von Hindernissen erfordert Konzentration und Unterordnung) ist diese Entspannung eine direkte «Belohnung» für das Nervensystem.
Lebensmittelbelohnung. Der klassische und biologisch bedeutendste Ansatz. Als Belohnung werden verwendet:
Möhre, Apfel, Brotkrumen, spezielle Leckereien. Wichtig ist, sie sofort nach der erforderlichen Handlung zu geben, um eine klare kausale Verbindung zu bilden.
Die Möglichkeit, nach dem Rennen ruhig Gras zu knabbern, ist eine mächtige natürliche Belohnung.
Sozialer Kontakt und taktiler Belohnung. Für soziale Tiere wie Pferde ist ein ruhiges, zustimmendes Gespräch mit einem vertrauten Menschen (Grooming, Streicheln an den Lieblingsorten, am Grund der Mähne, am Hals) ...
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