10. Juni — Tag Portugals, Tag Camões und der portugiesischen Gemeinschaften. Dies ist nicht nur ein nationaler Feiertag. Es ist eine Erinnerung daran, wie ein kleines Land am Rande Europas (damals am Rande des bekannten Weltmeers) das Gesicht unseres Planeten verändert hat. Die Portugiesen gaben der Welt neue Ozeane, neue Sprachen, neue Geschmäcker und ein neues Verständnis von Globalität. In diesem Artikel werden wir eine Reise durch das portugiesische Erbe machen — von der Kap der Guten Hoffnung bis zur Bäckerei in Rio.Seefahrer und Kartographen: eine Welt, die rund wurdeIm 15. Jahrhundert lebte Europa auf einem kleinen Fleck. Die Portugiesen waren die ersten, die in den offenen Ozean gingen. Der Infant Heinrich der Seefahrer gründete eine Navigationsschule in Sagres. Dort wurde nicht nur das Knotenbinden gelernt, sondern auch das Gebrauch der Astrolabe und das Berechnen der Breite. Bartolomeu Dias umrundete den Kap der Stürme (Kap der Guten Hoffnung) im Jahr 1488 und bewies, dass der Indische Ozean nicht geschlossen ist. Vasco da Gama erreichte Calicut im Jahr 1498 und schuf einen Seeweg nach Indien. Pedro Álvares Cabral entdeckte Brasilien. Ferdinand Magellan (obwohl er für Spanien diente, war er Portugiese) führte die erste Weltumsegelung durch. Portugiesische Kartographen (wie Diogo Ribeiro) schufen die ersten genauen Weltkarten. Ergebnis: Die Welt wurde nicht mehr flach, begann die Ära der Globalisierung. Der Handel mit Gewürzen, Seide, Gold, Sklaven — all dies ist das portugiesische Erbe, wie widersprüchlich es auch sein mag.Sprache: 260 Millionen Menschen sprechen PortugiesischPortugiesisch ist die sechstbeliebteste Sprache der Welt und die Amtssprache von neun Ländern (Portugal, Brasilien, Angola, Mosambik, Kap Verde, Guinea-Bissau, São Tomé und Príncipe, Osttimor, Äquatorialguinea). Dies ist das Erbe der kolonialen Expansion. Aber die Sprache wurde nicht einfach aufgedrängt — sie wurde Teil der Seelen der Völker. In Brasilien hat sie Melodik und Ausdrucks ...
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