Die Suche nach bewohnbaren Welten jenseits unseres Sonnensystems ist eine der ambitioniertesten Aufgaben der modernen Astronomie. Mit Hilfe von Weltraumteleskopen wie Kepler und TESS haben Wissenschaftler Tausende von Exoplaneten entdeckt. Unter diesem Sammelsurium hebt sich einige Kandidaten hervor, die sich in der sogenannten "Bewohnbarkeitssphäre" befinden — einem Bereich um eine Sonne, wo die Bedingungen für die Existenz von Wasser in flüssiger Form auf der Oberfläche eines Planeten zulassen, was als Schlüsselbedingung für das Leben in dem Sinne gilt, wie wir es kennen.
Kriterien für Bewohnbarkeit und "Super-Erden"
Neben dem Aufenthalt in der Bewohnbarkeitssphäre berücksichtigen Astronomen auch andere Faktoren. Eine wichtige Rolle spielt der Typ des Planeten: Der größte Interesse gelten felsige Planeten, die ähnlich der Erde sind, und nicht Gasriesen. Auch wird die Stabilität des Wirtstiers und die Existenz einer Atmosphäre bewertet. Ein spezieller Klasse von Objekten, die erhöhtes Interesse erregen, sind "Super-Erden", Planeten, deren Masse über der der Erde liegt, aber erheblich geringer als die der Gasriesen. Sie können eine stärkere Gravitation besitzen, die eine dichte Atmosphäre hält, und eine aktive Geologie, die den Stoffkreislauf fördert.
TRAPPIST-1-System: Sieben Welten um einen roten Zwerg
Eine der vielversprechendsten Systeme ist TRAPPIST-1, das sich etwa 40 Lichtjahre von uns entfernt befindet. Um den kalten roten Zwerg drehen sich sieben felsige Planeten, die in der Größe der Erde ähnlich sind. Drei davon — TRAPPIST-1e, f und g — befinden sich im Zentrum der Bewohnbarkeitssphäre. Dies ist eine einzigartige Laboratorium für die vergleichende Planetologie, das es ermöglicht, Welten mit potenziell verschiedenen Bedingungen in einem System zu studieren. Allerdings stellen Leben um den roten Zwerg Herausforderungen: Solche Sterne blitzen oft auf, was die Planeten starken ultravioletten Ausbrüchen aussetzt. Außerdem sind diese Planeten aufgrund des Zuggr ...
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