Vierbeinige Helden auf den Seiten der Bücher: das Bild des Hundes in der Weltliteratur Der Hund ist vielleicht das einzige Tier, das in die Weltliteratur nicht als Nebendarsteller, sondern als vollwertiger Held eingetreten ist, der die Handlung führen, Tränen und Lächeln erregen und sogar das Weltbild des Lesers verändern kann. Über Jahrhunderte haben Schriftsteller sich dem Hundebild zugewandt, um über Treue, Loyalität, Einsamkeit, Tod, Hoffnung und natürlich über die menschliche Seele selbst zu sprechen. In der Dichtung und Prosa wird der Hund zu einem Spiegel, in dem der Mensch seine besten und schlimmsten Züge sieht, zu einem stillen Zeugen der Epoche und zu dem einzigen Wesen, dessen Liebe keine Bedingungen erfordert. Klassische Prosa: der Hund als Zeuge des menschlichen Schicksals Einer der Ersten, der den Hund in den Rang eines tragischen Helden erhob, war Jack London. In seinem berühmten Roman «Der Ruf der Vorfahren» durchläuft der Hund巴克 von einem verwöhnten Haustier zum Anführer einer Wolfsbande. London zeigt den Hund nicht als Spielzeug, sondern als Lebewesen, das mit der alten Erinnerung der Ahnen beschenkt ist, anpassungsfähig, kämpferisch und sogar in der Lage, über seinen Platz in der Welt nachzudenken. Mit den Augen von巴克 wir sehen die Härte der Natur, die Grausamkeit der Menschen und jene wilde Freiheit, die den Menschen so stark anzieht wie das Tier. In der russischen Literatur des 19. Jahrhunderts trat der Hund oft als Detail auf, das die Tragödie des menschlichen Lebens betont. In Iwan Turgenews Roman «Mumu» wird der Hund zu dem einzigen Wesen, das den tauben Knecht Gerasim wirklich liebt. Ihre Verbindung ist ein stiller Dialog zwischen zwei Verlassenen, und Gerasims Entscheidung, seinen Liebling ertrinken zu lassen, wird als eine der schmerzhaftesten Szenen in der russischen Literatur empfunden. Turgenew verwendet den Hund nicht als Charakter, sondern als Symbol der Ungerechtigkeit und Grausamkeit einer Welt, in der selbst die reinste Liebe nic ...
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