Der Bild der Rose in der Heraldik Die Rose ist einer der ältesten und am weitesten verbreiteten Heraldik-Symbole. Sie erscheint auf Wappen königlicher Dynastien, Städten, Adelsfamilien und sogar Staaten. Warum eine Rose und nicht eine Lilie oder ein Korn? Weil die Rose Schönheit und Gefahr, Unschuld und Leidenschaft, religiösen Sinn und politische Intrige vereint. In diesem Artikel werden wir darüber sprechen, wie die „Königin der Blumen“ auf die Ritterwappen kam und was ihre Farben und Form bedeuten. Die Rose in der europäischen Heraldik: von den Kreuzzügen bis heute Die ersten Heraldik-Rosen tauchten im 12. Jahrhundert auf. Man glaubt, dass sie von Rittern, die aus den Kreuzzügen zurückkehrten und sich mit der arabischen Kultur bekannt machten, mitgebracht wurden. Ursprünglich war die Rose das Symbol der Jungfrau Maria, daher wurde sie auf den Wappen der geistlichen Ritterorden (z.B. Templer) dargestellt. Langsam wanderte die Rose in die weltliche Heraldik über. Bis zum 14. Jahrhundert hatte sie sich als Zeichen der Adelszugehörigkeit, Liebe und Reinheit der Absichten fest etabliert. Und im 15. Jahrhundert ereignete sich ein Ereignis, das die Rose fast zur Hauptfigur der Heraldik Englands machte — der Krieg der roten und weißen Rose. Die rote und weiße Rose: Symbole kämpfender Clans Die rote Rose war das Emblem der Lancaster, die weiße die York. Dieser Konflikt, der dreißig Jahre dauerte, bestimmte das Schicksal des englischen Throns. Nach dem Sieg Heinrichs Tudors (Lancaster) heiratete er eine Prinzessin aus den York, vereinigte die Rosen in eine — die Tudor-Rose (rot mit weißem Herz oder umgekehrt). Seitdem ist die Tudor-Rose das Symbol der Monarchie und schmückt den Wappen Großbritanniens bis heute, ja, in verkleinerter Form (als Emblem Englands, zusammen mit dem Schottischen Thistle und dem Iris Irlands). Es ist bemerkenswert, dass diese Rose normalerweise fünf Blütenblätter hat, was den fünf Rittertugenden entspricht. Farben der Rosen in der Heraldi ...
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