Klein, bunt, spritzig. Der Gummibär ist wahrscheinlich die bekannteste Süßigkeit der Welt, die jährlich Milliarden Stück verkauft wird. Aber warum genau ein Bär? Warum nicht ein Kätzchen oder ein Elefant? Hinter dem Bild des Gummibären stehen Jahrzehnte Marketing, Kinderpsychologie und natürlich Gelatine-Technologie. Wir erzählen, wie der bauchige Bär den Süßwarenmarkt erobert hat. Die Geburt des Gelatinebären: Die Geschichte von Haribo Im Jahr 1922 gründete der Konfectioner Hans Riegel in Bonn, Deutschland, das Unternehmen Haribo (Abkürzung von Hans Riegel, Bonn). Er erfand die erste Gummibärchen der Welt in Form eines Bären — den «Tanzbär». Die Idee war nicht zufällig: Zu jener Zeit waren Bären auf Messen und im Zirkus beliebte Artisten. Riegel verwendete Fruchtgelatine (Verdickungsmittel), Zucker und Aromen. Die Bären waren größer als die heutigen (etwa 10 cm) und kosteten nicht viel. Sie konnten wie echte Süßigkeiten in Stücke geschnitten werden. Seitdem ist der Bär das Unternehmenssymbol von Haribo, und die Form des «Goldbären» ist das Maß aller Dinge. Warum ein Bär und nicht ein anderes Tier Die Antwort liegt in der Kinderpsychologie und der Erkennbarkeit. Ein Bär ist ein großes, gutes, etwas ungeschickt wirkendes Tier. Er erregt keine Angst (wie der Wolf oder der Krokodil). Die Form mit runden Ohren, einem dicken Bauch und kurzen Beinen passt perfekt in runde Schokoladenformen. Kindern gefällt es, den Bären zu «entkopfeln», indem sie die Köpfe abbeißen. Das ist eine harmlose Aggression, die die Psyche nicht verletzt. Außerdem ist der Bär ein «plüschiges» Charakter, der mit einem Spielzeug in Verbindung gebracht wird. Daher ist der Kauf eines Gummibären auch der Kauf eines kleinen Freundes. Die Technologie der Transformation des Bären in eine Süßigkeit Moderne Gelatinebären (nicht nur von Haribo) werden aus Zucker, Glucose sirup, Gelatine (oder Agar für Vegetarier), Zitronensäure, Farbstoffen und Aromen hergestellt. Die Gelatine gibt die charakterist ...
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