Blumen der «Weihnachtssterns»: von dem Wunder von Bethlehem bis zur Gewächshauslyrik
Der Symbol des «Weihnachtssterns» im botanischen Bereich hat mehrere Erscheinungsformen, jede von denen mit Legenden, natürlichen Zyklen und kultureller Anpassung verbunden ist. Die Hauptkandidaten für diesen Titel sind zwei Pflanzen: Poinsettia (Euphorbia pulcherrima) und Hippeastrum (Amaryllis). Ihre Geschichten offenbaren, wie die Natur und die menschliche Kultur gemeinsam festliche Symbolik schaffen.
1. Poinsettia (Euphorbia pulcherrima) – «Weihnachtsstern» aus Mexiko
Diese Pflanze ist der weltweit bekannteste «Weihnachtsblume». Ihre roten, rosa oder cremefarbenen Blattspreiten, die um die unscheinbaren gelben Blütenstände gruppiert sind, bilden eine Form, die an eine Sternenkonstellation erinnert.
Legende vom Wunder: Die mexikanische Legende besagt, dass die arme Mädchen Pepita, die keinen Geschenk für das Kind Jesus hatte, auf den Rat eines Engels einen bescheidenen Strauß von Strauchblumen sammelte. Als sie ihn vor den Altar legte, verwandelten sich die Wildkräuter in wundersame, feuerrote «Nachtweihnachtsblumen» (Flores de Nochebuena). Ihre Form erinnerte an den Stern von Bethlehem.
Wissenschaftlicher Fakt: Was wir für eine Blume halten, sind tatsächlich veränderte Blätter (Blattspreiten). Sie ändern ihre Farbe (dies ist eine photoperiodische Reaktion) während der kurzen Tageslänge, was in Mexiko genau mit der Weihnachtszeit zusammenfällt. Die echten Blüten sind kleine gelbe Cacyliden in der Mitte.
Pfad zur weltweiten Berühmtheit: In den 1820er Jahren sandte der erste US-Botschafter in Mexiko, Joel Robert Poinsett (nach dem die Pflanze benannt wurde), als Amateurbotaniker Proben an die Gewächshäuser der USA. Der kommerzielle Erfolg der Poinsettia ist dem Familienunternehmen Eckes (Kalifornien) zu verdanken, die im 20. Jahrhundert anpassungsfähige Sorten züchteten und eine umfassende Marketingkampagne starteten, die das Pflanze mit Weihnachten fest verband. Interessant ...
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