Byzantinismus/Byzantinismus als kulturelles und historisches Phänomen: Imperiumskode und sein Erbe
Byzantinismus (oder Byzantinismus) ist ein komplexer historiosophischer und kulturwissenschaftlicher Konzept, der die Summe von Prinzipien, Ideen und Praktiken bezeichnet, die von der Byzantinischen Kaiserreich geerbt wurden und grundlegendes Einfluss auf Staaten und Kulturen hatten, die in ihrem Einflussbereich lagen. Dies ist nicht einfach eine Referenz an die Vergangenheit, sondern eine lebendige System von Weltanschauungs- und politischen Kodizes, die weiterhin Streit über ihre Essenz und Bedeutung hervorruft. Das Phänomen des Byzantinismus kann durch mehrere miteinander verbundene Dimensionen analysiert werden.
1. Wesentliche Merkmale des byzantinischen Modells
Der Byzantinismus als imperiales Synthese bildete sich an der Kreuzung dreier Grundlagen:
Römische staatliche Tradition (Kaiserreich): Universalismus, absolute Macht des Basileus (Kaisers) als oberster Gesetzgeber und Richter, komplexe bürokratische Hierarchie.
Ellinistische Kultur und Sprache: Griechisch als Sprache der Elite, Philosophie, Literatur und Theologie, erhaltenes antikes Bildungsniveau.
Orthodoxes Christentum: Religion als grundlegende Säule der Identität und Legitimation der Macht. Kirche und Staat wurden als ein einheitlicher Organismus gedacht — «Symphonie der Mächte», wobei der Kaiser für das irdische Wohlstand verantwortlich war, und der Patriarch für das geistige Heil.
Schlüsselprinzipien, die aus diesem Synthese hervorgehen:
Sakralisierung der Macht: Der Kaiser ist nicht nur Herrscher, sondern «lebender Gesetz» (nomos empsychos) und irdischer Stellvertreter Gottes. Seine Macht wird durch die Kirche durch Krönung und Salbung heiliggesprochen. Dies verursachte die Idee von «Moskau — der Dritte Rom» auf Russland, wo die moskauischen Zaren die byzantinische sakrale Mission erbten.
Hierarchie und Ritual: Gesellschaft und Staat wurden als Reflexion der himmlischen Hierarchie wahrge ...
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