Charles Dickens und sein Beitrag zur Feier des Weihnachtsfestes: Literarische Wiedererfindung einer Tradition
Charles Dickens, der beliebteste und einflussreichste englische Schriftsteller des 19. Jahrhunderts, hat ein einzigartiges kulturelles Ereignis vollbracht: Er hat nicht nur den modernen Weihnachtsfest beschrieben, sondern faktisch das viktorianische Weihnachtsbild neu erfunden und kanonisiert, das die Grundlage unserer heutigen Vorstellungen bildet. Sein Beitrag geht weit über die Schrift des berühmten Romans "Die Weihnachtsgeschichte in Prosa" (1843) hinaus. Er hat den ethischen und emotionalen Rahmen des Festes geformt.
Historischer Kontext: Weihnachten vor Dickens
Am Anfang des 19. Jahrhunderts befand sich das Weihnachtsfest in Großbritannien im Niedergang. Das Erbe der Puritaner des 17. Jahrhunderts (wenn das Fest offiziell als heidnisch aufgehoben wurde) und die Industrielle Revolution haben seine Traditionen erheblich geschwächt. Für den Arbeiterklasse war es ein normaler Arbeitstag. Alte Bräuche wie die Verteilung von Almosen, Mahlzeiten und Umzügen wurden nur in ländlichen Gebieten beibehalten. Weihnachten war weder ein massenhaftes Familienfest noch ein kommerzieller Phänomen. Es brauchte eine neue Ideologie, und Dickens hat sie bereitgestellt.
«Die Weihnachtsgeschichte» (1843) als kultureller ManifestDer Roman, der in sechs Wochen in einem Affekt aus finanzieller Not und künstlerischer Inspiration geschrieben wurde, wurde ein sozialer Aufschrei. Sein Plot über die Wandlung des Sparschweins Ebenezer Scrooge nach dem Besuch der vier Geister konzentrierte sich auf neue Weihnachtsideale:
Familie als Zentrum des Festes. Die Szene im Haus der Cratchits, wo despite der Armut Liebe und Dankbarkeit herrscht, wurde archetypisch. Dickens hat den Akzent von den lauten Straßenumzügen und dem Trinken in den engen Familienkreis verlegt, indem er das Bild eines "heimischen", gemütlichen Weihnachtsfestes schuf.
Mitleid und Wohltätigkeit. Der Geist des Weihnachtsfes ...
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