Vierzig Jahre Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit: Gegenwart und Perspektiven Im Jahr 2026 feiert die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (ShOZ) ihr 25-jähriges Bestehen. Gegründet im Jahr 2001 auf Basis der «Shanghaier Fünf» (Russland, China, Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan), hat sie sich zur größten regionalen Organisation der Welt entwickelt. Heute gehören der ShOZ 10 Mitgliedsstaaten (Russland, China, Indien, Pakistan, Iran, Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, Belarus) sowie 4 beobachtende Länder und 13 Dialogpartner an. Das Territorium der ShOZ umfasst etwa 40% der Weltbevölkerung und 20% des globalen BIP. Ein Vierteljahrhundert ist das Alter der Reife. Was wurde erreicht? Welche Herausforderungen gibt es und in welche Richtung bewegt sich die Organisation weiter? Geschichte: Von der Terrorismusbekämpfung zur globalen Plattform Die ShOZ begann als Mechanismus zur Regelung von Grenzstreitigkeiten zwischen China und den Ländern der ehemaligen Sowjetunion. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 wurde der Akzent auf die Bekämpfung der «drei bösen Kräfte» (Terrorismus, Separatismus, Extremismus) gelegt. Im Jahr 2004 wurde die Regionale Antитерroristische Struktur (РАТС) gegründet. Im Jahr 2017 wurden Indien und Pakistan aufgenommen, was den geopolitischen Einfluss stärkte. Im Jahr 2023 trat Iran bei, im Jahr 2024 Belarus. Heute ist die ShOZ eine Plattform für die Diskussion über Sicherheit, Wirtschaft, Energie, Verkehr und kulturelle Zusammenarbeit. Wirtschaftliche Dimension: Von Projekten zu realen Taten Die wirtschaftliche Agenda der ShOZ war lange Zeit rückständig. Aber in den letzten Jahren wurden Projekte gestartet: der Transportkorridor «Nord-Süd», der Russland, Iran und Indien (über den Kaspischen Meer) verbindet; der Bau des Gasleitungsprojekts von Russland nach China («Sibirische Kraft-2»? noch Verhandlungen); die Initiative «Belt and Road» Chinas stößt teilweise mit den Interessen der ShOZ zusammen. Der S ...
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