Enzyklopädie der Rosen: Von Botanik bis Kultur Die Rose ist nicht nur eine Blume. Es ist ein Phänomen. Keine andere Pflanze hat eine so reiche Geschichte, ist von so vielen Mythen durchdrungen und nimmt in der Kultur, Kunst und Wirtschaft einen so zentralen Platz ein. Vom wilden Dornbusch bis zu den edlen Sorten, von den alten Mysterien bis zu den modernen genetischen Experimenten bleibt die Rose die Königin. Diese Enzyklopädie ist ein Versuch, alles Wichtige über Rosen zusammenzufassen: Botanik, Geschichte, Symbolik, Gärtnerei, Parfümerie und sogar Literatur.Botanischer Porträt Rose (lat. Rósa) — eine Pflanzengattung der Rosengewächse. Umfasst von 300 bis 500 Arten und Tausenden von Sorten. Hauptmerkmale: laubabwerfende Sträucher (seltener immergrün), Stängel mit Dornen (nicht mit Stacheln, sondern mit Auswüchsen der Epidermis), unpaarige Blätter (normalerweise 5-7 Blättchen). Blüten — von 2 bis 15 cm im Durchmesser, mit vielen Staubblättern und Fruchtblättern. Farbe: fast alle Farben, außer reinem Blau und Schwarz (erreicht durch Züchtung). Früchte — falsche Beeren (Dornbusch), reich an Vitamin C. Wilde Rosen (Dornbusche) sind im gemäßigten Gürtel des nördlichen Halbkugels verbreitet. Kulturelle Rosen stammen hauptsächlich von einigen Arten: Rosa gallica, Rosa damascena, Rosa centifolia, Rosa chinensis und anderen.Historie der Züchtung Rosen begleiten den Menschen seit nicht weniger als 5000 Jahren. Die ersten Beweise der Züchtung stammen aus dem alten China (Zeitalter der Zhou) und Persien. Aus Persien gelangte die Rose nach Griechenland, dann nach Rom, wo sie zum Symbol des Luxus und der Sinnlichkeit wurde. Im Mittelalter wurden Rosen in Klöstern gezüchtet (als Heilmittel und zur Dekoration von Altären). Die Kreuzzüge brachten neue Sorten nach Europa (Damaszener Rose). Im 15. Jahrhundert machte der Bürgerkrieg von Rot und Weiß in England die Rose zum politischen Symbol. Der 19. Jahrhundert — der "Goldene Jahrhundert" der Rosen: Züchter (Jean-Baptiste Guillemin, ...
Читать далее