Tom Sawyeres Reise ins Ausland: Wie der Junge aus dem Mississippi die Sahara eroberteWenn wir an Tom Sawyer denken, stellen wir uns Mississippi, unendliche Prärien, dichte Wälder und einen kleinen provinziellen Ort vor, wo jeder Zaun auf eine neue Farbe wartet und jede Höhle auf einen Forscher. Doch wenige wissen, dass Mark Twain seinen bekanntesten Helden einmal auf eine Reise schickte, die weit über Amerika hinausging. Tom Sawyer war im Ausland. Und nicht nur in Europa — er überquerte den Atlantik, überstand eine Sandsturm, traf auf Löwen und sah Pyramiden. Sein luftiges Abenteuer über der Sahara wurde eine der ungewöhnlichsten und unterschätztesten Seiten in Twens Werk. Diese Reise ist nicht nur ein Abenteuer, sondern auch eine Parodie, ein philosophischer Dialog und natürlich ein brillantes Beispiel für amerikanischen Humor.Luftballon statt Floß: Wie alles begannIm Jahr 1894, fast zwei Jahrzehnte nach den ersten Abenteuern von Tom Sawyer, veröffentlichte Mark Twain den Roman «Tom Sawyer Abroad» (Tom Sawyer Abroad). Im Mittelpunkt der Handlung steht die gleiche unzertrennliche Truppe: Tom Sawyer, Huckleberry Finn und ihr Freund Jim, der freigewordene Sklave, der den Lesern aus «Die Abenteuer von Huckleberry Finn» bekannt ist. Diesmal reisen die Helden nicht den Fluss hinunter, sondern nach oben — in den Himmel.Alles beginnt damit, dass die Truppe beschließt, sich einen Ballon anzusehen, den ein gewisser exzentrischer Erfinder in der Nachbarstadt zeigt. Aber der Wissenschaftler ist nicht nur exzentrisch, sondern auch verrückt: Er entführt Tom, Huck und Jim, um ihnen die Größe seines Erfindungs zu zeigen. Doch bald fällt der Erfinder im Sturm über Bord, und die Jungen bleiben allein im steuerbaren Ballon. So beginnt ihre zwangsweise, aber aufregende Reise über den Atlantik in unbekannte Länder.Die Sahara: Sand, Löwen und amerikanischer HumorStattdessen als geplant in Europa zu landen, landen die Helden im Herzen der Wüste Sahara. Das ist nicht nur eine geografische ...
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