Elfmeter und das Problem des Zufalls Sieges oder Verlustes: Wenn die Lotterie den Schicksal der Meister entscheidetStellen Sie sich vor: eine hundertzwanzig Minuten harter Kampf, Millionen von Fans vor den Bildschirmen, Spieler, die alles geben, und alles wird in Sekunden entschieden, wenn ein Mensch sich aufsetzt und auf den Ball schießt von elf Metern Entfernung. Elfmeter. Für einige ist das eine Chance, ein Held zu werden, für andere eine Tragödie, die sie ihr ganzes Leben lang verfolgen wird. Aber wie gerecht ist diese Methode zur Bestimmung des Siegers? Ist die Elfmeter-Serie nach dem Spiel eine Lotterie, die den Sinn des Spiels zerstört? Oder ist es das höchste Maß an psychologischer Stabilität und sportlichem Können? Streitigkeiten darüber haben sich über Jahrzehnte hinweg nicht gelegt, und jeder neue Turnier fügt neue Argumente hinzu.Historischer Rückblick: Wie der Elfmeter zum Werkzeug des Schicksals wurdeBis in die 1970er Jahre wurden Unentschieden im Playoff wiederholt gespielt, und manchmal entschied der Zufall über die Finalisten. Aber 1970 führte die FIFA erstmals Elfmeter nach dem Spiel auf dem Weltmeisterschaftturnier ein. Die erste Tragödie geschah 1982, als die Bundesrepublik Deutschland Frankreich im Halbfinale besiegte. Seitdem sind Elfmeter untrennbar mit dem großen Fußball verbunden. Sie bestimmten die Sieger der Champions League, der Weltmeisterschaft und des Europapokals. Und jedes Mal brachten sie die gleichen Fragen auf: Warum wird der Ausgang eines so wichtigen Spiels durch eine Serie von Schüssen entschieden, bei denen das Zufallselement eine enorme Rolle spielt?Die Geschichte kennt berühmte Fälle, in denen die besten Mannschaften eines Turniers aufgrund eines missglückten Elfmeters ausgeschieden sind. Italien verlor 1994 gegen Brasilien im Finale, als Roberto Baggio den Ball in den Himmel schoss. England litt Jahrzehnte lang unter dem «Elfmeter Fluch», indem es in entscheidenden Serien verlor. Diese Episoden gingen in den Fußballmythos e ...
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