Eierbraten auf dem Gehweg: Wenn ein Sprichwort zur Realität wird Jedes Sommer, wenn der Thermometer über dreißig Grad klettert, schwebt in der Luft dasselbe Sprichwort: «So heiß, dass man Eier auf dem Asphalt braten kann». Für die meisten ist das nur eine Metapher, eine Hyperbel, um den qualvollen Hitze zu beschreiben. Aber es gibt Mutige, die diese Worte wörtlich nehmen. Sie gehen auf den heißen Gehweg mit einem Ei in der Hand und führen einen Experiment durch. Können Sie wirklich ein Spiegelei auf dem Asphalt zubereiten? Und wenn ja, wie machen Sie das richtig, sicher und mit einem Hauch von kulinarischer Abenteuerlust? Wissenschaftlicher Ansatz: Wie viele Grad braucht ein Eierbraten Beginnen wir mit der Physik. Um ein Ei in ein Spiegelei zu verwandeln, muss das Eiweiß denaturiert werden — also sich verkrümeln und seine Struktur ändern. Dies beginnt bei einer Temperatur von etwa 60 Grad Celsius. Bei 70 Grad wird das Eiweiß fest und weiß, und bei 80–90 Grad vollständig fertig. Das Eigelb schrumpft bei einer Temperatur von etwa 65–70 Grad. Somit braucht man für ein Spiegelei eine Oberfläche, die mindestens 60–70 Grad heiß ist. Beton im heißen Sommer kann wirklich solche Temperaturen erreichen. An einem sonnigen Tag bei einer Lufttemperatur von +30 Grad erwärmt sich die Oberfläche des Betons auf +50–60 Grad. Bei +35 Grad Lufttemperatur kann der Beton auf +65–70 Grad erwärmen, und in einigen Fällen, besonders auf dunklem, schattlosem Belag, sogar auf +80 Grad. Theoretisch ist dies eine ausreichende Temperatur, um das Ei zu beginnen zu braten. Aber es gibt ein wichtiges «aber». Beton ist keine Pfanne. Seine Wärmeleitfähigkeit ist erheblich niedriger als die des Metalls. Eine Pfanne überträgt das Wärme schnell auf das Ei, während der Beton das Wärme langsam und ungleichmäßig überträgt. Außerdem hält Beton das Wärme nicht so gut wie Gusseisen oder Stahl. Daher wird ein Ei auf einer Oberfläche von 70 Grad nicht in Minuten, sondern in Dutzenden von Minuten und oft un ...
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