Arbeitsethik im Buddhismus und Hinduismus: Von karmaischer Schuld zu bewusstem Handeln
Die ethischen Ansätze zum Arbeitsleben im Buddhismus und Hinduismus, obwohl sie unterschiedlich sind, sind durch grundlegende Konzepte wie Karma (Gesetz der Kausalität) und Dharma (Schuld, Gesetz, Ordnung) verbunden. Dennoch variieren die Akzente und Endziele in diesen Traditionen, was zwei philosophische Modelle des Umgangs mit beruflicher Tätigkeit bildet.
Hinduismus: Arbeit als Erfüllung des Dharma und spirituelle Evolution
Die Ethik der Arbeit im Hinduismus ist untrennbar mit Varṇāśrama-dharma verbunden — einem System von Lebensstilen und sozialen Pflichten, die je nach Varṇa (Stamme) und Āśrama (Lebensabschnitt) vorgeschrieben sind.
Arbeit als Schuld (Dharma). Die höchste ethische Tugend ist das un的自我lose Erfüllen des von oben verordneten Schuld. In der «Bhagavadgīta» (Kapitel 3) lehrt Kṛṣṇa dem Kriśṇa: «Es ist besser, seinen eigenen Schuld zu erfüllen, auch wenn er unvollkommen ist, als den Schuld anderer perfekt zu erfüllen». Für die Brāhmaṇa (Priester, Gelehrter) ist Dharma das Lehren und Ausführen von Rituellen, für den Kṣatriya (Krieger, Herrscher) die Verteidigung und Verwaltung, für den Vaiśya (Bauern, Händler) die wirtschaftliche Tätigkeit und der Handel, für den Śūdra (Diener, Arbeiter) das Dienstleistung für die drei höheren Varṇas. Ehrbare Arbeit innerhalb seiner Varṇa reinigt die Karma und führt zum Fortschritt der Seele in zukünftigen Leben.
Ziel der Arbeit: Von Artha zu Moksha.
Artha (Nutzung, Nutzen, Reichtum) ist eine der vier Zwecke des menschlichen Lebens (Puruṣārtha). Das Erschaffen von Reichtum auf dem richtigen Weg (insbesondere für die Vaiśya) ist ein legal und respektvolles Streben. Der Traktat «Arthashāstra» von Kautilya (4. Jh. v. Chr.) ist ein klassisches Beispiel für die weltliche Wissenschaft der Verwaltung und Wirtschaft, wo Arbeit und Haushalt rationalisiert werden.
Aber die höchste Ziel ist Moksha (Freiheit von den Wiedergeburtszyklen). Arbeit, ...
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