Der moderne Kind ist minutiös geplant. Schule, Nachhilfe, Sport, Musik, Zeichnen. Die Eltern fürchten, dass er ohne zusätzliche Aktivitäten «versagt» oder «schlechter als andere» wird. In dieser Eile wird vollkommen vergessen: Das Kind muss Zeit zur freien Verfügung haben. Das Recht auf Spiele, auf Nichtstun, auf Langeweile ist in der UN-Konvention über die Rechte des Kindes verankert. Das ist keine Luxus, sondern eine Notwendigkeit für ein normales Wachstum.Warum freie Zeit keine Leere istWenn ein Kind für sich selbst ist, lernt es zu planen. Es entscheidet selbst: Lego spielen, lesen oder einfach auf dem Sofa liegen. Das fördert Unabhängigkeit und Verantwortung. Genau in der freien Spielentwicklung wird das Vorstellungsvermögen geschult, das Fähigkeit, Konflikte zu lösen (in Rollenspielen). Ohne freie Zeit wachsen Kinder auf, die ängstlich und unfähig sind, sich ohne Gadgets zu beschäftigen.Die moderne Katastrophe: Übereltern und die Angst vor LangeweileDie Eltern fürchten das Wort «mir ist langweilig». Sie schalten sofort den Tablet-PC ein oder führen das Kind zu einem Kurs. Aber Langeweile ist der Motor der Kreativität. Genau dann, wenn nichts zu tun ist, erfindet das Kind ein Raumschiff aus einer Kiste. Ein überladener Zeitplan lässt keine Zeit für solche Erfindungen. Das Ergebnis ist eine verringerte kognitive Flexibilität.Wie viel freie Zeit braucht manNach Empfehlungen von Kinderärzten sollte ein Kind im Alter von 7-10 Jahren mindestens 2-3 Stunden vollständige Freiheit am Tag haben (ohne Schlaf und Spaziergänge). Diese Zeit verbringt es mit Spielen, Zeit mit Freunden verbringen, mit seinen Hobbys. Leider hat der durchschnittliche moderne Schüler nicht mehr als eine Stunde, wenn man Hausaufgaben und Kurse abzieht. Viele Eltern halten nur Englisch und Robotik für «nützlich», und das Bauen eines Hauses aus Stühlen für Quatsch. Das ist ein Fehler.Wie man das Recht auf Spiel schütztSchreiben Sie «leere Fenster» in den Zeitplan. Planen Sie nicht jede Stunde. Lern ...
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