Heilige Abendländische Weihnacht in Südostasien: Weihnachten in den Tropen von Bethlehem
Einführung: Christentum im Monsun-Gebiet
Südostasien (Philippinen, Osttimor, Vietnam, Indonesien, Singapur, Malaysia, Thailand, Myanmar, Kambodscha, Laos) ist ein einzigartiges Konglomerat christlicher Traditionen in einem überwiegend buddhistischen und muslimischen Raum. Hier ist Heiligabend, insbesondere in Ländern mit überwiegend christlichem Bevölkerungsanteil (Philippinen, Osttimor) oder erheblichem Minderheitensiedlung (Indonesien, Vietnam), ein leuchtender Synthese von kolonialer Erbschaft (spanisch, portugiesisch, französisch), lokalen vorchristlichen Glaubensüberzeugungen und tropischem Charme. Dies ist ein Fest, wo die Liturgie nicht in der kalten Stille, sondern im Getöse der Monsunregen oder unter dem Geräusch von Ventilatoren stattfindet, und das Weihnachtsbaum mit Palmen nebenan steht.
Philippinen: Der längste und lauterste Heiligabend der Welt
Die Philippinen, das größte katholische Land Asiens, setzen dem Raum den Takt. Hier beginnt das Fest am 16. Dezember (neun Morgenmessen «Simbang Gabi») und erreicht seinen Höhepunkt am 24. Dezember.
Noche Buena — Familienfeier um Mitternacht: Im Gegensatz zur westlichen Modell, findet das Hauptessen nach der Rückkehr von der Mitternachtsmesse um 2-3 Uhr nachts am 25. Dezember statt. Dies ist ein üppiges, nicht Fastenmahl, das Freude und Reichtum symbolisiert. Auf dem Tisch gehören unbedingt dazu:
«Queso de Bola» — holländischer Käse Edam in rotem Wachs (Symbol des Wohlstands).
«Hamón» — süße gebackene Wurst.
«Lechón» — Milchschwein auf dem Spieß (Hauptgericht des Festes).
«Pancit» — lange Nudeln (Symbol des langen Lebens).
«Bibingka» und «Puto bumbong» — Reispiele, die nach der Messe in den Kirchen zubereitet werden.
Misa de Gallo (Mitternachtsmesse): Die Kirchen sind überfüllt, viele feiern die Messe auf der Straße. Dieses Ereignis hat den Charakter eines massiven Volksfestes. Nach der Messe fotografieren Familien sich bei ...
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