Stolz und Hochmut. Auf den ersten Blick sind diese Wörter Synonyme. Aber zwischen ihnen liegt ein Abgrund. Gesunder Stolz ist das Gefühl des eigenen Werts, die Achtung für sich selbst ohne die Erniedrigung anderer. Hochmut ist das Verachtung für die Umgebung, die Überzeugung von seiner Überlegenheit. Eines erhebt, das andere zerstört. In diesem Artikel werden wir klären, wo die Grenze verläuft, warum hochmütige Menschen unglücklich sind und wie man Stolz von Hochmut unterscheiden kann. Was ist Stolz Stolz kann unterschiedlich sein. Es gibt «Ich bin stolz auf meinen Sohn» — das ist Freude über die Errungenschaften anderer. Es gibt «Ich bin stolz auf meine Arbeit» — Zufriedenheit mit den Ergebnissen meiner Arbeit. Es gibt «gesunder Stolz» — eine adäquate Selbstbewertung, das Wissen um meine Stärken. Solcher Stolz hindert nicht daran, die Errungenschaften anderer zu bemerken und Fehler anzuerkennen. Er gibt Stabilität: Sie werden nicht von Kritik umgeworfen, aber Sie erheben sich auch nicht. Psychologen nennen das «self-esteem» im Gegensatz zum Narzissmus. Stolz ist ein innerer Stab, der keine ständige Unterstützung von außen benötigt. Was ist Hochmut Hochmut ist eine Schutzmaske. Dahinter verbirgt sich oft eine niedrige Selbstbewertung, die Angst vor Abweisung, Unsicherheit. Ein hochmütiger Mensch vergleicht sich ständig mit anderen und findet einen Grund, sich zu erheben. Er verachtet die Errungenschaften anderer, kann anderen nicht aufrichtig freuen, hält sich für einzigartig. Seine Lieblingsphrasen: «Das ist zu einfach für mich», «Du verstehst das nicht», «Ich brauche deine Hilfe nicht». Hochmut vertreibt Menschen, zerstört Beziehungen, behindert die Karriere. Und doch merkt der hochmütige Mensch oft nicht sein Verhalten oder hält es für normal. Unterschiede im Verhalten Ein stolzer Mensch: hört zu, unterbricht nicht. Kann zugeben, dass er keine Antwort weiß. Respektiert fremde Meinungen, auch wenn er nicht einverstanden ist. Hauft sich nicht. Akzeptiert Kompliment ...
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