Idealer Bürdikrat für Bürger und für sich selbst: Konflikt der Rationalitäten im Rahmen der Weber'schen Modell
Einführung: Divergenz des Verständnisses in der Organisations-theorie
Das Konzept des "idealen Bürdikrats", das Max Weber als rational-legalen Typ einführt, hat sich in der realen Praxis in zwei oft gegensätzliche Modelle des Verständnisses aufgespalten. Einerseits gibt es ein Bild, das durch die Erwartungen und Bedürfnisse des Bürgers-Kunden der Systeme konstruiert wird. Andererseits gibt es eine interne, implizite Modell der Selbstidentifikation und des beruflichen Überlebens des Beamten selbst. Der Konflikt zwischen diesen Bildern erzeugt den grundlegenden Konflikt in den Beziehungen "Staat - Bürger" und ist der Schlüsselobjekt des Studiums der öffentlichen Verwaltung, der Soziologie der Organisationen und der Theorie des rationalen Wählerverhaltens.
I. Der ideale Bürdikrat im Verständnis des Bürgers: Diener, Navigator und Problemlöser
Ein Bürger, der mit dem staatlichen Apparat interagiert, erwartet die Verwirklichung der folgenden Qualitäten, die als "Ideal aus der Sicht des Verbrauchers der Dienstleistungen" betrachtet werden:
Kundenorientierung und Empathie. Der Bürdikrat muss den Antragsteller nicht als "Fall" sehen, sondern als Person mit einer einzigartigen Situation. Seine Rolle besteht nicht darin, einfach das Dokument zu bearbeiten, sondern den Antrag zu verstehen, selbst wenn er inkorrekt formuliert ist, und zu helfen, eine Lösung zu finden. Ein Beispiel für die Institutionalisierung dieses Ansatzes ist die Konzeption des "Dienstleistungstaates" (service state) und die Einführung von Qualitätsstandards (Chartern) in den britischen Staatsdiensten in den 1990er Jahren.
Prozessuale Transparenz und Vorhersehbarkeit. Der ideale Beamte erklärt klar den Algorithmus, die Fristen, die Anforderungen und die Gründe für die einen oder anderen Entscheidungen. Dies verringert die Transaktionskosten des Bürgers und das Gefühl der Ohnmacht. Ein konkretes Inst ...
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