Infantilismus und Narzissmus. Zwei Begriffe, die oft verwechselt werden, aber noch häufiger Hand in Hand gehen. Ein infantiler Mensch ist ein «ewiges Kind», das keine Verantwortung übernehmen will. Ein Narzisst ist ein «Erwachsener mit Krone auf dem Kopf», der Bewunderung benötigt. Aber wenn man genau hinschaut, haben sie viele Gemeinsamkeiten: Egozentrismus, Unfähigkeit zur Empathie, geringe Frustrationstoleranz. Überdies kann Infantilität eine Maske für Narzissmus sein, und Narzissmus wird oft durch Infantilität gespeist. In diesem Artikel werden wir besprechen, was sie gemeinsam haben, was sie unterscheidet und was man tun kann, wenn man diese Merkmale bei sich selbst oder bei nahen Menschen entdeckt.Was ist Infantilität bei ErwachsenenInfantilismus ist das Behalten von kindlichen Zügen im Geist eines Erwachsenen. Es ist keine Diagnose, sondern eine Persönlichkeitsmerkmale. Es äußert sich in dem Wunsch, Entscheidungen nicht zu treffen, Verantwortung abzulegen, nach einem «Elternteil» (Partner, Vorgesetzten, Staat) zu suchen, der alles regelt. Ein infantiler Mensch lebt von Tag zu Tag, kann nicht planen, leicht in sofortige Wünsche ergeben. Er kann charmant und spontan sein, aber seine Spontaneität ist schnell ermüdend. In einer Krisensituation fällt er in Ohnmacht oder in eine Panik, anstatt zu handeln. Er mag es nicht, wenn man ihn «erzieht», aber gleichzeitig jammert und klagt er ständig. Beispiel: Ein 35-jähriger Mann, der mit seiner Mutter lebt, als Kurier arbeitet und all sein Geld für Spiele ausgeben. Oder eine Frau, die alle Haushaltsfragen auf ihren Ehemann abwälzt und sich selbst über die Erschöpfung beklagt.Was ist Narzissmus bei ErwachsenenNarzissmus ist eine Persönlichkeitsmerkmale (in extremem Fall eine Störung), die durch ein übertriebenes Selbstbewusstsein, den Bedarf nach ständiger Bewunderung und das Fehlen von Empathie gekennzeichnet ist. Im Gegensatz zum Infantilisten kann ein Narzisst sehr erfolgreich, zielstrebig und sogar arbeitsam sein. Sei ...
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