Wird das Ergebnis des Lernens für das Kind wichtig: Neurobiologische und pädagogische Analyse
Dekonstruktion des Begriffs „Ergebnis“
Aus wissenschaftlicher Sicht erfordert die Diskussion über die Bedeutung der Lernergebnisse eine Differenzierung dieses Begriffs. Im engeren Sinne ist das Ergebnis ein quantitativer Maßstab: Noten, Punkte, Platzierungen im Ranking. Im breiteren Sinne ist es ein Komplex von Kompetenzen, der das Verständnis von Wissen, die Entwicklung kognitiver Funktionen (Gedächtnis, Aufmerksamkeit, exekutive Funktionen), die Entwicklung von Fähigkeiten (kritisches Denken, Problemlösung) und persönliche Qualitäten (Stabilität in der Konfrontation mit Misserfolgen, Neugier) umfasst. Moderne Pädagogische Psychologie und Neurobiologie behaupten: Absolut wichtig ist das breite Ergebnis, während das enge (Noten) nur ein indirekter, oft verzerrter Marker ist.
Neurobiologische Grundlagen des Lernens: Warum der Prozess primär ist
Der Gehirn des Kindes ist besonders in sensiblen Entwicklungsphasen plastisch. Die Bildung von Neuronenverbindungen (Synapsen) erfolgt am effektivsten nicht durch mechanisches Lernen für die Bewertung, sondern unter positiven emotionalen Verstärkungen, Forschungsaktivitäten und praktischer Anwendung von Wissen.
Die Rolle von Dopamin: Dieser Neurotransmitter wird nicht nur bei der Erzielung einer „sechsten Note“ freigesetzt, sondern auch im Moment des Verständnisses einer komplexen Aufgabe, der Suche nach einem nichtstandardisierten Lösungsweg oder der Rückmeldung vom Lehrer. Dopamin festigt erfolgreiche Verhaltensstrategien und motiviert zur Lernaktivität. Ein Fokus ausschließlich auf die abschließende Bewertung verschiebt das Dopamin-Unterstützung vom Lernprozess auf die externe Bewertung, was die innere Motivation verringert.
Das Phänomen der „erlernten Ohnmacht“: Experimente von Martin Seligman haben gezeigt, dass wiederholte Misserfolge, auf die Aufmerksamkeit gelenkt wird (schlechte Noten ohne Verbesserungsstrategie), zum Verzich ...
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