Im Internet, in Foren und in lockeren Gesprächen, hört man manchmal eine erstaunliche Behauptung: In Deutschland soll es angeblich normal sein, auf dem Tisch zu flauschen. Noch mehr, es wird manchmal in den Rang eines Kompliments für den Koch erhoben — eine Möglichkeit für Gäste, zu zeigen, dass das Essen schmackhaft und gut verdaut war. Wie wahr ist diese Behauptung? Woher kommt dieser Mythos, und was ist der tatsächliche Zustand der deutschen Tischetikette? Lassen Sie uns Schritt für Schritt klären.
Woher kommt dieser Mythos?
Der Mythos über die deutsche Toleranz gegenüber intestinalen Gasen am Tisch ist einer der vielen anhaltenden Stereotypen über Deutschland, auf gleicher Höhe wie "Die Deutschen haben kein Gespür für Humor" oder "Die Deutschen tragen jeden Tag Ledertaschen." Wie jeder Stereotyp hat er einige Basis in der Realität — aber diese Basis liegt mehr in der Geschichte und dem Volksbrauch als im modernen Alltag.
Die historische Quelle dieser Überzeugung wird oft auf einen Ausdruck zurückgeführt, der Martin Luther, dem großen Kirchenreformer, zugeschrieben wird. Laut Legende fragte Luther nach einem reichlichen Mahl seine Mitesser: "Warum pfurzet und ruelpset ihr nicht, hat es euch nicht geschmecket?" — das ist, "Warum flüstert und belcht ihr nicht? Habt ihr das Mahl nicht genossen?" Dieser Ausdruck, despite its dubious historical status, wurde fest in das deutsche Volksbrauch eingebettet und von Generation zu Generation als Beispiel für rauh aber ehrliches VolksHumor weitergegeben.
Aber es ist wichtig zu verstehen, dass dies keine Anweisung zur Etikette ist, sondern eine kuriose historische Anekdote. Nur jemand, der vollständig außerhalb der Normen der Anstandigkeit liegt, könnte sich so eine Freiheit am Tisch erlauben — ähnlich wie heute, nur ein outrageuxer Blogger könnte in einem Restaurant laut belchen, aber nicht ein gewöhnlicher Gast.
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