Die Frage, ob man einen Kaktus essen kann, klingt wie ein Scherz oder ein Abenteuerroman, aber für Biologen, Gastronomen und Ethnologen ist sie schon lange ein ernsthaftes Forschungsobjekt. Diese stacheligen Pflanzen, die in trockenen Gebieten beider Amerika leben, besitzen erstaunliche Eigenschaften, die Anpassung an extreme Bedingungen und Nährwertigkeit kombinieren. Der Verzehr von Kaktus ist keine Erfindung, sondern Teil der kulturellen Traditionen vieler Völker.
Biologische Natur der Kaktus
Kaktus gehören zur Familie der Cactaceae, die über zweitausend Arten umfasst. Ihre biologische Einzigartigkeit liegt in der Fähigkeit, dort zu überleben, wo die meisten anderen Pflanzen sterben. Die dicken fleischigen Stämme, die mit Dornen bedeckt sind, dienen nicht nur als Schutz, sondern auch als Wasservorrat. Die innere Gewebe des Pflanzens sind mit Schleimstoffen und Kohlenhydraten gesättigt, was dem Pflanzen ermöglicht, Wasser lange zu speichern.
Interessanterweise haben Kaktus keine gewöhnlichen Blätter. Die Photosynthese findet in den grünen Stämmen statt, was sie ähnlich wie lebende Labore macht, die Sonnenenergie umwandeln. Diese Gewebe werden zur Grundlage für einige Gerichte in den Küchen Mexikos und Südamerikas.
Essbare Arten und ihre Merkmale
Trotzdem, dass die meisten Kaktusarten mit Dornen bedeckt sind und bittere oder toxische Substanzen enthalten, sind einige Arten für den Verzehr geeignet. Ein bekanntes Beispiel ist die Opuntia — eine Pflanze mit flachen, saftigen Stämmen, die an Blätter erinnern. In der Küche werden sie Nopales genannt und sind ein wichtiger Bestandteil der mexikanischen Küche.
Nach dem Entfernen der Dornen und der Schale wird das Fruchtfleisch der Opuntia weich mit einer leichten Säure und Kräuternote. Es wird gekocht, gekocht, getrocknet oder roh gegessen. Auch die Früchte sind essbar — süß mit einem zarten Aroma, bekannt als «Tuna». Sie sind reich an Vitamin C, Ballaststoffen und Antioxidantien, was sie nicht nur schmackhaft, sondern a ...
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