Der Mond ruft: Warum können wir nicht aufhören und was erwartet uns auf dem MondEr hängt im nächtlichen Himmel seit vier und einem halben Milliarden Jahren. Bleich, kalt, tot. Jede Nacht schaut er auf uns und jede Nacht schauen wir auf ihn. Menschen haben über ihn Gedichte geschrieben, Mythen erfunden, ihn als Gott verehrt und dann den ersten Apparat darauf gesetzt, auf seine Oberfläche getreten und verstanden, dass es nur eine Wüste ist. Aber die Sehnsucht nach dem Mond ist nicht verschwunden. Sie wurde stärker. Warum zieht uns dieser tote Stein so an? Warum sind wir bereit, Milliarden auszugeben, um dorthin zurückzukehren, wo wir bereits waren? Und was bringt die neue Mondrunde – den Sieg der Wissenschaft oder einen Sackweg endloser Ambitionen? Lassen Sie uns dieses kosmische Anziehungskraft untersuchen, die nicht nur durch Gravitation erklärt werden kann.Erste Schritte: Von Mythen zur Realität Für die alten Menschen war der Mond eine Göttin. Selene bei den Griechen, Hanne bei den Slawen, Chang'e bei den Chinesen. Man verehrte sie, fürchtete sie, prophezeite ihre Zukunft. Menschen glaubten, dass auf dem Mond Menschen leben, dass ihre Phasen den Ernte und den Charakter beeinflussen. Das war ein Geheimnis, das man nicht berühren konnte, aber verherrlichen konnte. Und in dieser Verherrlichung lag schon die gleiche Sehnsucht, die später in Raketen und Raumanzüge fließen würde. Im Jahr 1959 erreichte die sowjetische Station «Luna-2» zum ersten Mal die Oberfläche des Mondes. Und im Jahr 1969 setzte der amerikanische «Apollo-11» auf den Mondboden. Neil Armstrong sagte: «Ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit». Und das war wahr. Wir haben das getan. Wir sind aus unserem Welt hinausgegangen. Aber dann wurde das Apollo-Programm eingestellt und mehr als fünfzig Jahre lang trat der Mensch nicht mehr auf den Mond. Warum? Der Grund ist einfach: teuer. Komplex. Gefährlich. Und es schien nicht notwendig zu sein. Aber in diesen fünfzig J ...
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