Der Mensch schaut auf die Sterne, seit er den Kopf erhoben hat. Zunächst verehrte er sie, dann vermessen, dann flog er. Aber zwischen diesen Etappen war die Kunst. Der Kosmos in der Malerei, Literatur, Musik — das ist nicht nur ein Hintergrund. Das ist der Versuch, die Unendlichkeit zu verstehen, seinen Platz darin, die Angst und das Erstaunen. Vom antiken Mythos bis zu «Dune», von Friesen bis zu Installationen — wir sprechen vom Kosmos, wenn Worte fehlen. In diesem Artikel — eine Reise durch die Sternenwege der Kreativität.Antike und Mittelalter: Kosmos als Ordnung Für die Griechen ist der Kosmos keine Leere, sondern Harmonie. Platon und Aristoteles beschrieben die himmlischen Sphären, aber auch die Dichter hielten nicht hinterher. Hesiod in der «Theogonie» erzählte von der Entstehung der Sterne. Die Sterne waren lebendige Wesen, Götter. Im Mittelalter wurde der Kosmos zum religiösen Himmel: Friesen mit Christus in der Mandorla, umgeben von Engeln und Planeten. «Die göttliche Komödie» Dantes — eine Reise durch drei Reiche, wo der Kosmos eine Landkarte der Moral ist. In der bildenden Kunst — die Friesen von Giotto, wo das Himmel nicht mehr vorgestellt, sondern blau mit goldenen Sternen.Renaissance: Kosmos des MenschenCopernicus, Galilei — die Wissenschaft hat die alte Weltansicht zerstört, aber die Kunst hat nicht nachgegeben. Die Friesen von Raffaello «Der Disput» verbinden das Erdliche mit dem Himmlichen. Bei Bosch in «Der Garten der göttlichen Freuden» faszinieren kosmische Landschaften. Astronomie tritt in die Malerei ein: Das Bild von Vermeer «Der Astronom» zeigt einen Menschen, der das Himmel studiert. In der Literatur: «Der verlorene Garten» von Milton — kosmische Kämpfe der Engel, Kosmologie in Versen. Die Renaissance hat gezeigt, dass der Kosmos von Menschen erkannt werden kann, und die Kunst sein Verbündeter.Enlightenment und Romantik: Das Erhabene und die UnendlichkeitIm 18. Jahrhundert wurde der Kosmos ein Objekt wissenschaftlichen Interesses. Aber die R ...
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