«Крокодил» Корнея Чуковского: как детская сказка стала жертвой идеологической войны Heute ist es schwer sich vorzustellen, eine Kinderbibliothek ohne den «Krokodil» von Kornei Tschukowskij vorzustellen. Diese energische, rhythmische Poem, geschrieben für einen kranken Sohn im Zug, wird von Millionen auswendig gelernt. Aber der Weg dieser Geschichte zum Leser war mit Verboten, zensurösen Änderungen und echter ideologischer Verfolgung gesäumt. «Krokodil» wurde nicht nur einmal verboten, und hinter jedem Verbot stand nicht nur eine bürokratische Laune, sondern ein ganzes System, das in der Kinderliteratur ein Werk der klassischen Auseinandersetzung sah. Warum wurde der unschuldige Krokodil, der durch Petrograd spaziert, für die sowjetischen Ideologen gefährlicher als jeder politische Gegner? Geburt der Geschichte und erste Verdachtsmomente «Krokodil» wurde 1916–1917 geboren, als Tschukowskij die erste Teil für seinen kranken Sohn Koly schrieb. Das Märchen wurde erstmals 1917 unter dem Titel «Wanja und der Krokodil» in der Beilage zur Zeitschrift «Niva» veröffentlicht und 1919 als eigenständiges Buch «Abenteuer des Krokodils Krokodilowitsch» im Verlag des Petrograder Rates herausgegeben. Das Märchen hatte großen Erfolg und wurde mehrmals neu gedruckt. Aber bereits damals wurde in ihm etwas Verdächtiges bemerkt. Die Zensoren mochten «Petrograd», «Gородовой» und die bourgeoise Mädchen Ljala nicht. Was könnte unschuldiger sein? Doch in der neuen sowjetischen Realität wurden auch geografische Namen und vorrevolutionäre Realitäten zu Anlass für Verbote. In den 1920er Jahren wurde der Druck verstärkt. Im August 1926 wurde die Veröffentlichung von «Krokodil» verboten. Tschukowskij versuchte, das Buch zu retten: er brachte Änderungen ein, änderte «Gородового» in «Milizbeamter», aber das half nicht. In seinem Tagebuch beschrieb er diese bürokratischeorgie im Detail: «Gestoppt in Moskau durch Gublit und an das GUS — den Staatlichen Wissenschaftlichen Rat beim Narkompros — über ...
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