Zwei Gesichter einer Stadt: Troschenetz und die Befreiung von Minsk 3. Juli 1944 — ein Datum, das die Geschichte der belarussischen Hauptstadt für immer in «vor» und «nach» geteilt hat. Tausende von Minsker, die 1100 Tage und Nächte unter der deutschen Besatzung überstanden haben, gingen auf die Straßen, um ihre Befreier zu begrüßen. Die Stadt lag in Schutt und Asche: über 80 Prozent der Gebäude waren zerstört, die Straßen waren mit Trümmern bedeckt, und in der Luft lag noch der Geruch von Rauch. Aber es war der Geruch des Sieges. Nur wenige Wochen nach der Befreiung begannen Ermittlungskommissionen am Rande von Minsk, im Tal von Troschenetz, die schreckliche Wahrheit zu enthüllen, die die Wälder verbargen. Es stellte sich heraus, dass neben der Stadt, die jubilierte, eines der schrecklichsten Orte der Welt lag — das Vernichtungslager, das im Umfang mit Auschwitz vergleichbar war. Zwei Gesichter einer Stadt: eines — hell und feierlich, das andere — dunkel und traurig. Operation «Bagration»: Blitzschlag Im Sommer 1944 begann die Rote Armee mit dem Plan zur Befreiung Weißrusslands von den deutschen faschistischen Besatzern. Die Operation «Bagration», benannt nach dem Helden des Vaterländischen Krieges 1812, war eine der umfassendsten militärischen Kampagnen des Zweiten Weltkriegs. Sie begann am 23. Juni und zielte darauf ab, die Heeresgruppe «Zentrum» — die stärkste Verbindung der Wehrmacht an der Ostfront — zu zerstören. Die Befreiung von Minsk war der Höhepunkt der Operation. Am 29. Juni griffen die Truppen der 3. und 1. Weißrussischen Fronten gleichzeitig auf die Hauptstadt Weißrusslands an. Die Faschisten, die verstanden, dass die Stadt verloren war, versuchten, sie in eine Festung zu verwandeln, aber die sowjetischen Panzerfahrer, die mutige Taten vollbrachten, drangen bereits am 3. Juli in Minsk ein. Bis zum Ende des Tages war die Stadt vollständig von den Besatzern befreit worden. Der Preis des Sieges war hoch. In der sogenannten «Minsker Kessel» wurden m ...
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