Lieben bedeutet mehr als geliebt zu werden: Neurobiologie und Psychologie der aktiven Liebe
Die Behauptung, dass lieben wichtiger und bedeutender ist als geliebt zu werden, scheint eine hochfliegende Metapher zu sein. Allerdings finden moderne Neurobiologie, Psychologie und Soziologie ihm fundierte empirische Grundlagen. Aktive Liebe ist nicht einfach eine Emotion, sondern ein komplexer Akt, der den Liebenden selbst transformiert und einen tieferen Einfluss auf seinen Geist und Körper hat als das passive Empfangen von Liebe.
Neurobiologisches Überlegen: Belohnungssystem und Dopamin-Zyklus
Wenn wir lieben (starke Zuneigung, Sorge, Empathie empfinden), wird im Gehirn eine mächtige Belohnungssysteme (mesolimbische Bahn) aktiviert. Allerdings unterscheidet sich das von der einfachen Genussnahme durch den Charakter dieser Aktivierung.
Dopamin der Erwartung und der Sorge. Studien mit der fMRT zeigen, dass bei Menschen, die Sorge und Liebe zeigen (z.B. Mütter, die Fotos ihrer Kinder anschauen, oder Partner, die an ihre Liebsten denken), Bereiche aktiviert werden, die nicht nur mit Vergnügen (ventraler Thalamus) verbunden sind, sondern auch mit Motivation, Zielsetzung und Planung (ventraler Cortex, präfrontale Kortex). Dopamin hier spielt nicht die Rolle eines Signals «Ich habe eine Belohnung erhalten», sondern eines Signals «Ich strebe nach, zu geben, zu sorgen, zu verbinden». Dieser Prozess ist für das Gehirn komplexer und energieintensiver und daher umfassender transformierend.
«Oxytocinischer Altruismus». Aktive Liebeäußerungen (Umarmungen, Sorge, Unterstützung) stimulieren die Freisetzung von Oxytocin — dem «Hormon der Bindung und des Vertrauens». Doch crucially, senkt das von Sorge erzeugte Oxytocin die Aktivität der Amygdala (Amygdala) — des Zentrums der Angst und der Panik. Dies bedeutet, dass der Akt der Liebe physiologisch die Angst und den Stress des Gebenden verringert. Das passive Empfangen von Liebe hat diesen Auswirkung auf die eigene Anspannung nicht.
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