Die Mutter ist der erste Mensch, der uns das Gefühl der Sicherheit gibt. Aber was, wenn diese Mutter das Kind nicht als Persönlichkeit, sondern als Spiegel ihrer selbst ansieht? Was, wenn ihre Liebe davon abhängt, wie gut das Kind ihren Träumen entspricht? Das ist eine narzisstische Mutter. Sie kann bei anderen fürsorglich und alleine vernichtend sein. Sie kann mit ihrer „Opferbereitschaft“ erdrücken oder kalt ignorieren. Kinder solcher Mütter wachsen mit dem Gefühl auf, dass sie nie genug sein werden. Aber diese Verletzung kann überwunden werden. Wir erläutern, wie man eine narzisstische Mutter erkennen und wie man sich erholen kann.Wie man eine narzisstische Mutter erkenntEine narzisstische Mutter muss nicht schreien und schlagen. Oft handelt sie subtiler. Anzeichen: Sie spricht ständig von ihren Opfern («Ich habe so viel für dich getan»); sie neidet den Erfolg des Kindes (insbesondere der Tochter); sie nutzt das Kind als Psychotherapeutin (beschwert sich über den Ehemann, das Leben); sie verletzt Grenzen (liest Tagebücher, betritt ohne Vorwarnung); sie kritisiert das Aussehen, die Berufswahl, den Partner; sie kann dem Kind nicht zu seinen Erfolgen gratulieren, ohne sich selbst zu binden («Das ist dank meinen Genen»); sie entwertet die Gefühle des Kindes («Du bist zu empfindlich», «Du erfindest das»). Das Kind dieser Mutter fühlt sich niemals unbedingter Liebe ausgesetzt — die Liebe muss verdient werden, bequem, talentiert, gehorsam sein.Typen narzisstischer MütterPsychologen unterscheiden mehrere Typen. Mutter-Verzehrerin: Sie betrachtet das Kind als Fortsetzung ihrer selbst, gibt ihm nicht die Möglichkeit, sich zu trennen, kontrolliert jeden Schritt, auch im Erwachsenenalter. Mutter-Verächterin: Sie ist kalt, emotional nicht zugänglich, beschäftigt sich mit ihrer Karriere oder Liebhabern. Das Kind fühlt sich unnötig. Mutter-Sozialnarzisst: Sie stellt den Erfolg des Kindes in den Vordergrund, um sich selbst Anerkennung zu verschaffen. Bei Misserfolgen bestraft si ...
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