Vater-Narziss. Das ist nicht der Papa, der manchmal über seine Erfolge posaunt. Das ist ein Mensch, für den das Kind keine Person, sondern eine Funktion ist. Eine Funktion, um seine Größe zu spiegeln, als Zuhörer seiner Monologe zu dienen und als ewiger Schuldner. Kinder narzisstischer Väter wachsen mit dem Gefühl, dass sie „nicht gut genug“ sind, dass Liebe durch Taten verdient werden muss und dass ihre eigenen Wünsche keine Bedeutung haben. Aber diese Verletzung kann geheilt werden. Wir erzählen, wie man einen narzisstischen Vater erkennen kann und wie man aus seinem unsichtbaren Joch ausbrechen kann. Wie erkennt man einen narzisstischen Vater Ein narzisstischer Vater muss nicht schreien oder schlagen. Oft ist er kalt, anspruchsvoll, selbstbeschaftigt. Anzeichen: Er spricht ständig über seine Erfolge und entwertet dabei andere. Er fordert von seinen Kindern Erfolge, um seine Genialität zu „bestätigen“ (“Mein Sohn ist ein Auszeichnungsschüler, weil ich ihn so erzogen habe”). Er verträgt keine Kritik, auch nicht konstruktive. Auf jedes Widerspruch reagiert er mit Zorn oder Schweigen. Er verletzt Grenzen: Er kann persönliche Korrespondenz lesen, den Partner kritisieren, in finanzielle Angelegenheiten eingreifen. Er erinnert sich nicht daran, was dem Kind wichtig ist, aber er erinnert sich hervorragend daran, was das Kind ihm schuldet. Er entschuldigt sich nicht. Wenn du versuchst, über sein Verhalten zu sprechen, angreift er dich oder lenkt das Thema ab. Arten narzisstischer Väter Vater-“König”: Er fordert Bewunderung und Anbetung. Die Familie ist seine Schwadron. Die Kinder müssen dankbare Zuschauer sein. Vater-“Konkurrent”: Besonders gefährlich für Söhne. Er konkurriert mit ihnen, verkleinert ihre Erfolge (“Na, das ist dir gelungen, aber ich war in deinem Alter…”). Vater-“Entwertung”: Er kritisiert alles, was das Kind macht, auch wenn es objektiv gut ist. Vater-“Opfer”: Er beschwert sich ständig über das Leben, die Mutter, die Arbeit und macht das Kind zu se ...
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