Naruto in modern youth culture: the social code and mythology of a generation
Das Anime und Manga «Naruto» (1999-2014) hat lange nicht mehr nur eine kommerziell erfolgreiche Franchise sein. Für die Generation der Millennials und Centennials ist diese Saga zu einem kulturellen Archetyp, einem kollektiven Mythos, einer Kommunikationslanguage und einer Quelle universeller Lebensprinzipien geworden. Sein Einfluss auf die Jugendkultur ist systematisch, formend nicht nur Mediavorlieben, sondern auch soziale Einstellungen.
Der soziale Aufstieg und der «Kult des Harten Arbeitens» (Hard Work)
Die Handlung basiert auf der Geschichte eines Jungen, der durch unglaubliches Durchhaltevermögen die Spitze erreicht, obwohl er kein angeborenes Talent hat. Dieser Narrativ hat tief mit der Jugend der 2000er und 2010er Jahre resoniert, die in einer wachsenden sozialen Ungleichheit und einem Cult des Selbstmachtens aufwuchs. Das Hauptmotto von Naruto — «Ich werde nicht aufgeben und fliehen… Ich werde mein Wort niemals brechen. So ist mein Weg als Ninja!» — wurde für viele zu einem Manifest der persönlichen Verantwortung und Resilienz (der Fähigkeit zur Überwindung). Ein interessanter Fakt: Die Szene, in der Naruto sich selbst für das Verspätung bestraft, indem er eine ganze Schale Nudeln isst, wurde zu einem Internet-Meme, das Selbstdisziplin symbolisiert. Dieser Akzent auf Willen und Arbeit im Gegensatz zum angeborenen Genie (wie bei Sasuke oder Neji) hat eine mächtige, inspirierende Nachahmungsmuster geschaffen.
Die Sprache der Symbole und die neue Mythologie
«Naruto» hat einen visuell-symbolischen Sprache geschaffen, die für Millionen verständlich ist. Die Ausrüstung — Stirnbänder (hitai), Siegelzeichen, Kleidungsstil — wurde Teil der Jugendmode, und die Geste zur Ausführung von «jutsu» ist weltweit bekannt. Aber wichtiger als die äußeren Attribute ist die Assimilation der inneren Mythologie. Konzepte wie «chi-akuri» (innere Energie), dem Gleichgewicht von Dunkelheit und Licht in jede ...
Читать далее