München als Hauptstadt der Olympischen Spiele 2026: ein neues Modell für nachhaltige Entwicklung
Die Olympischen Winterspiele 2026, die von Mailand gemeinsam mit Cortina d'Ampezzo ausgetragen werden, markieren einen radikalen Wandel in der Paradigma der Organisation von Großereignissen. Mailand, das nicht als Skigebiet, sondern als globaler Metropole dient, wird zum Pol für die Umsetzung des Konzepts der "verteilten Spiele" (territorial Games), deren zentraler Prinzip die maximale Nutzung bestehender Infrastruktur und die Schaffung von Erbe für den täglichen Lebensstil der Bürger ist. Dieser Ansatz, der vom IOC im Rahmen der "Olympischen Agenda 2020" initiiert wurde, findet erstmals eine so massive Umsetzung.
Geographische und logistische Modell: Cluster anstelle von Metropolen
Die Spiele 2026 werden auf vier große Cluster in zwei Regionen verteilt — Lombardei und Venetien. Mailand agiert nicht als punktförmige Hauptstadt, sondern als urbaner und organisatorischer Hub. Diese Modell minimiert die Notwendigkeit neuer Kapitalbauten in ökologisch anfälligen Bergregionen.
Cluster "Mailand" (städtisch): Konzentriert sich auf die Eisdisziplinen. Grundlage sind bereits vorhandene oder modernisierte Objekte: Der "Fila-Forum" (Arena Fila) in Assago (Eishockey) wird vorübergehend erweitert, der Eissportpalast "Agorà" wird die Haupteisarena für Eiskunstlauf und Shorttrack und wird nach den Spielen in einen öffentlichen Eislaufplatz und Sportzentrum umgewandelt. Der Schlüsselobjekt ist das "Mediolanum Forum", eine Arena, die bereits 1990 erbaut wurde, wird die Eishockeywettkämpfe ausrichten. Die Entscheidung, eine neue olympische Dorf zu vermeiden und stattdessen das Wohnquartier "Village Santa Lucia" im Stadtteil Porta Romana zu nutzen, das nach den Spielen dauerhaft Wohnraum für Studenten und junge Fachkräfte bieten wird, ist ein bedeutendes Entscheidung.
Cluster "Veltlin" (bergig, Lombardei): Bormio (Skilanglauf) und Valdidentro (Biathlon, Skilanglauf) bieten bereits erprobte ...
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