Die Großmutter lebt weit entfernt. In einer anderen Stadt, einem anderen Bezirk. Sie kann ihren Enkel nur einmal im Jahr sehen, wenn sie zu den Feiertagen kommt. Aber Entfernung ist kein Urteil. Auch über tausend Kilometer kann die Großmutter ihrem Enkel viel geben. Liebe, Wissen, das Gefühl der Zugehörigkeit, Unterstützung. Wichtig ist, wie man es macht. Wir sprechen über Formate der Kommunikation und darüber, was die Großmutter auf Distanz übermitteln kann. Liebe und Gefühl der Sicherheit Regelmäßige Videogespräche (Zoom, Skype, WhatsApp). Der Enkel sieht das Gesicht der Großmutter, hört ihre Stimme. Das ist nicht dasselbe wie Umarmungen, aber es schafft eine Illusion der Präsenz. Wichtig: Sprechen Sie nicht nur über Angelegenheiten, sondern lachen Sie, lesen Sie Nachtgeschichten (für kleine Kinder). Für Schüler — diskutieren Sie Filme, Bücher. Die Großmutter kann ein «geheimer Freund» sein: «Ruf mich an, wenn du traurig bist, ich werde dich nicht beschweren». Gefühl der Sicherheit: Das Kind weiß, dass es jemanden gibt, der es unbedingte Liebe gibt, auch wenn die Eltern schimpfen. Das reduziert die Ängste. Familiengeschichte Die Großmutter ist die Hüterin des Stammes. Sie weiß, wie die Urgroßeltern lebten, welche Traditionen es gab. Sie kann Geschichten erzählen, aufnehmen, ein Stammbaum erstellen. Alte Fotos übermitteln (scannen und senden). Das formt die Identität des Kindes: «Ich bin nicht allein, ich bin Teil etwas Großen». Rat: Erstellen Sie einen Online-Album in Google Photos, in das die Großmutter Fotos mit Kommentaren hinzufügt. Bildung und Hobbys Die Großmutter ist ein Pädagoge (möglicherweise ausgebildet oder im Leben). Sie kann dem Enkel ein Fremdsprache, Klavierspiel, Zeichnen über Videolektionen beibringen. Oder einfach Tipps teilen: «Wie repariere ich den Fernseher», «wie backe ich einen Kuchen». Sie kann die gleichen Bücher lesen und dann darüber diskutieren (Online-Buchclub). Sie kann dem Enkel Stricken, Stickerei, Handwerkskunst bei ...
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