Passagier im autonom geführten Verkehr: Evolution der Rolle des Menschen von Operator zu Systemelement
Autonomer Verkehr ist nicht nur ein technologischer Upgrade, sondern ein grundlegender Paradigmenwechsel in der Mobilität, bei dem der Passagier nicht mehr nur ein "Gut" ist, sondern ein aktiver Nutzer einer komplexen kybernetischen Physiksystem. Dieser Übergang erzeugt eine Vielzahl wissenschaftlicher, ingenieurwissenschaftlicher und psychologischer Fragen.
Kognitive Entlastung und neue Form des Vertrauens
Im traditionellen Verkehr delegiert der Passagier die Verantwortung an den Fahrer, indem er seine Kompetenz an indirekten Anzeichen bewertet (Fahrweise, Aussehen). Im autonomen System wird das Vertrauen auf den Algorithmus und seine Entwickler übertragen. Dies ist ein technologisches Vertrauen, das auf Sicherheitsstatistiken basiert, aber ohne menschliche Empathie. Der Passagier erlebt kognitive Dissonanz: Der Geist, der evolutionär auf die Bewertung der Absichten anderer eingestellt ist, muss einem "schwarzen Kasten" vertrauen.
Interessanter Fakt: Studien in Simulatoren autonomer Autos zeigen, dass Passagiere scharfe Manöver, die von Algorithmen ausgeführt werden, schlechter vertragen, selbst wenn sie statistisch sicherer und seltener sind als bei Menschen. Der Geist interpretiert einen scharfen Bremsimpuls des Systems als Fehler, während ein Bremsimpuls des Fahrers als Ausdruck von Vorsicht interpretiert wird.
Veränderung des sensorischen Erlebnisses und Seekrankheit
Ein Mensch im Verkehrsmittel ist kein passives Objekt. Sein Vestibularapparat, Sehvermögen und Propriozeption (Empfinden der Körperposition) bilden eine einheitliche sensorische Landschaft. Der Fahrer, der aktiv am Management beteiligt ist, prophezeit Manöver, was das Risiko von Seekrankheit verringert. Der Passagier eines autonomen Fahrzeugs, dem Vorhersagbarkeit und Kontrolle fehlen, wird anfälliger.
Wissenschaftlicher Ansatz:
Um dies zu bekämpfen, arbeiten Ingenieure und Neurophysiologen daran ...
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