Wir denken, dass der Krisis das ist, was uns hindert. Aber tatsächlich ist die Krise das, was uns lehrt. Es lehrt uns, nicht zu fürchten. Oder genauer gesagt, es lehrt uns, zu fürchten und voranzugehen. Angst ist die stärkste Emotion. Sie lähmt, zwingt zum Rückzug, zum Suchen von Schutz. Aber die Krise, die wir als Bedrohung empfinden, ist tatsächlich der beste Trainer, um die Angst zu überwinden. Sie stellt uns vor eine Wahl: In der Angst bleiben oder durch sie hindurchgehen.Angst und ihre MaskenAngst kommt selten in reinem Zustand. Sie tarnt sich als Unsicherheit, Erschöpfung, Apathie, Zorn. Wir sagen «ich will nicht», wenn wir wirklich «ich fürchte». Wir sagen «ich habe keine Zeit», wenn wir wirklich «ich fürchte, dass ich es nicht schaffen werde». Die Krise zieht diese Masken ab. Sie lässt uns nicht hinter Ausreden verstecken. Sie zwingt uns, dem Angst direkt ins Gesicht zu sehen. Und in diesem Treffen gibt es eine Chance — nicht die Angst zu vermeiden, sondern sie nicht mehr als Sklave zu sein.Krise als Spiegel der AngstDie Krise spiegelt unsere tiefen Ängste wider. Wenn wir die Einsamkeit fürchten, verschärft die Krisis in den Beziehungen diesen Angst. Wenn wir die Niederlage fürchten, bringt die Krisis in der Arbeit diese Angst an die Oberfläche. Das ist keine Strafe. Das ist eine Chance, zu sehen, was uns wirklich steuert. Solange die Angst versteckt ist, steuert sie uns heimlich. Wenn sie sichtbar wird, können wir wählen — ihr zu ergeben oder sie zu überwinden.Überwindung durch AkzeptanzDer effektivste Weg, die Angst zu überwinden, ist, aufzuhören, mit ihr zu kämpfen. Kampf verstärkt nur die Angst. Akzeptanz hingegen schwächt sie. Wenn wir sagen: «Ja, ich fürchte. Aber das wird mich nicht aufhalten», entziehen wir der Angst ihre Macht. Die Krise gibt uns die Möglichkeit, diese Akzeptanz zu üben. Wir sagen nicht «ich fürchte nicht». Wir sagen: «ich fürchte, aber ich handele». Das ist Mut. Nicht das Fehlen von Angst, sondern das Handeln trotz Angst. Technik « ...
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