Ein neuer Abschnitt in der Geschichte der römisch-katholischen Kirche hat begonnen, als der päpstliche Stuhl von Ausländern aus Amerika besetzt wurde. Zunächst der Argentinier Jorge Mario Bergoglio, der 2013 Papst Franziskus wurde, gefolgt vom Amerikaner Robert Francis Preve, der 2025 unter dem Namen Leo XIV gewählt wurde. Beide Pontifikate brachten den Geist des Neuen Welt in den Vatikan, indem sie revolutionäre Neuerungen mit tiefem Respekt für die zweitausendjährige Tradition kombinierten.Papst Franziskus: der erste Papst aus Lateinamerika Die Wahl des argentinischen Kardinals im Jahr 2013 war ein historisches Ereignis. Zum ersten Mal in zwei Jahrtausenden wurde der Chef der römisch-katholischen Kirche nicht aus Europa, sondern aus Lateinamerika gewählt. Franziskus begann sofort, den Stil des päpstlichen Dienstes zu ändern, indem er die Luxus des Apostolischen Palastes zugunsten eines bescheidenen Gästehauses ablehnte, einfache Kleidung bevorzugte und direkte Gespräche mit den Menschen auf den Straßen führte. Als Pontifik brachte er den Geist der «Kirche der Armen» in den Vatikan, schrieb die Enzyklika «Laudato Si» über den Klimaschutz und die Kritik am Konsumismus. Franziskus initiierte Prozesse zur Debürokratisierung der Kirche, zur Bekämpfung der Korruption und zur Schaffung einer offeneren hierarchischen Struktur. Dabei brach er keine Dogmen, sondern schuf «Prozesse, die mit der Zeit das Erscheinungsbild des Glaubens ändern können». Seine Reformen balancierten stets auf der Kante zwischen Innovation und Tradition. Durch sein Beispiel zeigte Franziskus, dass die Kirche näher an den Menschen sein kann, und dieser Ansatz wurde die Grundlage für seinen Nachfolger.Papst Leo XIV: der erste Papst aus den USA Am 8. Mai 2025 verkündete der weiße Rauch über der Sixtinischen Kapelle ein neues historisches Ereignis: Der Papst wurde zum ersten Mal ein Ureinwohner der Vereinigten Staaten. Der 69-jährige Kardinal Robert Francis Preve, der den Namen Leo XIV annahm, legte den ...
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